22. April, 2024

Märkte

Europäische Aktienmärkte: Uneinheitlicher Wochenabschluss mit Blick auf die Geldpolitik

Europäische Aktienmärkte: Uneinheitlicher Wochenabschluss mit Blick auf die Geldpolitik

Die Börsen in Europa zeigten sich zum Ende der Woche mit einer gemischten Performanz. Während der europäische Leitindex EuroStoxx 50 seine Gewinne nicht vollständig konsolidieren konnte und mit einem Minus von 0,46 Prozent auf 5028,90 Zähler tendierte, verzeichnete der Index auf Wochenebene immerhin einen Anstieg von rund einem Prozent.

Auch in Frankreich gab der Aktienindex Cac 40 nach und verbuchte einen Rückgang von 0,21 Prozent. Dem gegenüber wusste der britische FTSE 100, auch liebevoll als "Footsie" bezeichnet, zu glänzen. Hier sorgten starke Konjunkturdaten für einen Anstieg um 0,76 Prozent. Insbesondere die Einzelhandelsumsätze, die entgegen den Prognosen nicht sanken, sondern auf dem Vormonatsniveau stagnierten, beflügelten die Stimmung.

Die geldpolitischen Signale aus den USA, wo die Notenbank Federal Reserve den Leitzins unverändert ließ und zugleich drei mögliche Zinssenkungen in Aussicht stellte, beeinflussten anfänglich die Marktstimmung positiv. Allerdings deuteten die am Donnerstag veröffentlichten US-Konjunkturdaten auf eine robuste Wirtschaftslage hin, wodurch die Erwartungen an eine zügige Zinssenkung gedämpft wurden.

Der Technologiesektor litt unter angepassten Zinshoffnungen, wobei die Tech-Indizes aufgrund ihrer Zinssensitivität überdurchschnittliche Verluste von mehr als einem Prozent verzeichneten. Dagegen konnten die Bankenwerte profitieren, da höhere Zinsen tendenziell ihre Ertragsaussichten verbessern. Santander stach mit einem Kursgewinn von drei Prozent heraus, nachdem Äußerungen auf der Hauptversammlung auf einen erfolgreichen Jahresauftakt schließen ließen.

Doch auch Verluste waren zu verzeichnen: LVMH gab nach Wachstumssorgen der Analysten von RBC und einem Managementwechsel um 1,6 Prozent nach. An der Londoner Börse fielen die Aktien von JD Sports infolge eines mauen Ausblicks des US-Rivalen Nike um über fünf Prozent. Phönix stieg dagegen an der "Footsie"-Spitze um fast zehn Prozent, nachdem der Versicherer mit seiner Kapitalausstattung positiv überraschte.