28. Februar, 2024

Märkte

Europäische Aktienmärkte trotzen US-Börsenvorgaben mit leichten Zugewinnen

Europäische Aktienmärkte trotzen US-Börsenvorgaben mit leichten Zugewinnen

In einer unverkennbar beharrlichen Form haben die europäischen Aktienmärkte am Dienstag eine leichte Aufwärtsbewegung vollzogen, wenngleich die Bewegungen eher moderat ausfielen. Der EuroStoxx 50 schaffte einen Anstieg von 0,13 Prozent und notierte damit auf einem Stand von 4661,43 Punkten. Parallel dazu verzeichneten auch die nationalen Indizes Gewinne. So kletterte der französische Cac 40 um 0,13 Prozent auf 7599,71 Punkte, während der britische FTSE 100 mit einer Steigerung von 0,37 Prozent auf 7640,80 Punkte aufwartete.

Als Impulsgeber funktionierte offenkundig der Euro, der angesichts nachlassender Spekulationen um weitere Zinssenkungen sowie aufgrund der robusten US-Wirtschaft seinen zuvor eingeschlagenen Aufwärtstrend abbrach und sich erneut der Parität annäherte. Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei RoboMarkets, interpretiert die Lage dahingehend, dass eine von den Märkten antizipierte schnellere Zinssenkungssequenz der Europäischen Zentralbank eine schwächere Gemeinschaftswährung zur Folge haben könnte, was wiederum den exportstarken Unternehmen zum Vorteil gereichen dürfte.

Eine signifikante Stärke zeigten die Ölaktien. Vor allem der britische Ölgigant BP stach hier hervor und legte um bemerkenswerte 5,6 Prozent zu, was Maßstab für die Branche war. Ein Quartalsergebnis, das die Erwartungen übertraf, und vor allem die Ankündigung über Aktienrückkaufprogramme haben nach Meinung der Jefferies-Analysten die Anleger positiv überrascht.

BP selbst beabsichtigt trotz eines Gewinnrückgangs im letzten Quartal des Vorjahres, im ersten Halbjahr 2023 in bedeutendem Umfang Aktien zurückzukaufen und dabei 3,5 Milliarden US-Dollar zu investieren.

Darüber hinaus konnten auch die Automobilwerte leicht zulegen, beflügelt durch die Ankündigung von Toyota, trotz vielfältiger Herausforderungen bei den Tochtergesellschaften, die Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr anzuheben.

Kontrastierend dazu mussten im Bankensektor die Anteile der UBS einen Dämpfer erleben und büßten 2,1 Prozent ein. Zwar lag das vierte Quartalsergebnis unter den Konsenserwartungen, dennoch bekräftigen JPMorgan-Analysten ihre positive Sicht auf die Bank, indem sie die einzigartige globale Aufstellung der UBS gerade im Bereich der Vermögensverwaltung hervorheben.

Die Anteile der Banco Santander konnten sich nach vorangegangenen Verlusten, die durch einen Bericht der "Financial Times" ausgelöst wurden und Vorwürfe bezüglich Sanktionsumgehungen im Iran beinhalteten, leicht erholen und schlossen mit einem Zugewinn von 1,3 Prozent ab.