24. Juni, 2024

Märkte

Europäische Aktienmärkte gewinnen leicht an Stabilität

Europäische Aktienmärkte gewinnen leicht an Stabilität

Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Donnerstag nach dem deutlichen Kursrückgang zur Wochenmitte wieder gefangen und verzeichneten geringfügige Zuwächse. Dabei legten die bedeutendsten Indizes leicht zu.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verzeichnete am Mittag ein Plus von 0,07 Prozent und stieg auf 4966,52 Punkte. Der französische Cac 40 konnte um 0,17 Prozent auf 7948,84 Punkte zulegen, während der britische FTSE 100 („Footsie“) um 0,15 Prozent auf 8195,93 Punkte anstieg.

Am Mittwoch hatten die deutschen Inflationsdaten die Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung in der Eurozone gedämpft. Der signifikante Anstieg der Dienstleistungspreise, ausgelöst durch steigende Löhne und verstärkten privaten Konsum, sorgte für Besorgnis. Diese Entwicklung führte zu einem spürbaren Anstieg der Renditen am Anleihemarkt, wodurch festverzinsliche Anlagen gegenüber Aktien an Attraktivität gewannen.

Am Donnerstag beruhigte sich die Situation jedoch wieder. Die Investoren richteten ihre Aufmerksamkeit auf die am Freitag erwarteten Inflationsdaten für die gesamte Eurozone. Laut Einschätzungen der Commerzbank könnte die Teuerungsrate nach einem eineinhalbjährigen Rückgang erneut gestiegen sein – von 2,4 Prozent im April auf 2,5 Prozent im Mai. Auch die Kernteuerungsrate ohne Energie, Nahrungs- und Genussmittel dürfte ihren Abwärtstrend gestoppt haben.

Bei den Einzelwerten kletterten die Aktien von Auto Trader an die Spitze des „Footsie“ und erreichten ein Plus von 12,5 Prozent, nachdem sie im Handelsverlauf ein Rekordhoch verbuchen konnten. Das Unternehmen für Automobilhandel überzeugte mit starken Zahlen für das zweite Geschäftshalbjahr.

Der weltgrößte Bergbaukonzern BHP Group hat die geplante Übernahme des Konkurrenten Anglo American vorerst auf Eis gelegt, nachdem dieser Widerstand geleistet hatte. Der australische Konzern kündigte weniger als eine Stunde vor Ablauf der Angebotsfrist am Mittwoch an, keine verbindliche Offerte abzugeben. Zuvor hatte das Management von Anglo American eine Fristverlängerung abgelehnt. Die Aktien von Anglo American sanken am Mittwoch um etwa drei Prozent und verharrten seitdem nahezu unverändert. Die in London gehandelten Titel von BHP gaben ihre moderaten Vortagesgewinne wieder ab.

Technologiewerte mussten europaweit die größten Verluste hinnehmen und verzeichneten ein Minus von 0,8 Prozent. Ein enttäuschender Ausblick des US-Softwarekonzerns Salesforce lastete auf den Kursen. Salesforce kämpft angesichts der trüben Wirtschaftslage zunehmend mit einem verlangsamten Wachstum.