18. Juli, 2024

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Eurokurs klettert weiter: Investorensorgen durch deutsche Industriedaten

Eurokurs klettert weiter: Investorensorgen durch deutsche Industriedaten

Der Euro hat seinen Aufwärtstrend am Freitag fortgesetzt und notierte am Vormittag mit bis zu 1,0828 US-Dollar auf dem höchsten Stand seit fast einem Monat. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Donnerstagnachmittag den Referenzkurs auf exakt 1,08 US-Dollar festgelegt.

Die Stimmung wurde jedoch durch schwache Auftrags- und Produktionsdaten aus der deutschen Industrie getrübt. Im Mai verzeichnete die deutsche Gesamtproduktion den stärksten Rückgang seit Ende 2022. Ökonom Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg kommentierte: "Eine weitere Hiobsbotschaft von der Industrie. Es scheint, als sei eine Wende zum Besseren weiter entfernt denn je."

Während der Euro zulegte, zeigte sich das britische Pfund unbeeindruckt von einem absehbaren Erdrutschsieg der Labour-Partei bei der Parlamentswahl. Schon vor den Wahlen wurde eine klare Niederlage der Tories prognostiziert, während die rechtspopulistische Partei Reform UK unter Nigel Farage erhebliche Stimmgewinne verbuchte. Farage hatte maßgeblich den Brexit vorangetrieben.

Im Laufe des Tages rückt der US-Arbeitsmarkt in den Fokus der Anleger. Am Nachmittag veröffentlicht die US-Regierung ihren monatlichen Stellenbericht, der für die Geldpolitik der US-Zentralbank Fed, vor allem im Hinblick auf die Lohnentwicklung, von großer Bedeutung ist.