12. Juli, 2024

Märkte

Euro verliert leicht, Schweizer Franken unter Druck, Pfund fällt leicht

Euro verliert leicht, Schweizer Franken unter Druck, Pfund fällt leicht

Der Euro erlitt am Donnerstagnachmittag eine leichte Abschwächung und kostete zum Handelsschluss 1,0728 US-Dollar. Am Morgen lag der Kurs noch etwas höher. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0719 Dollar fest, nach 1,0749 Dollar am Vortag. Im Gegenzug kostete ein US-Dollar 0,9329 Euro, nach 0,9303 Euro am vorherigen Tag. Impulse von Bedeutung blieben am Markt aus. In den USA ging die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche zurück und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Mitte Mai. Volkswirte hatten allerdings erwartet, dass der Rückgang deutlicher ausfallen würde. Diese enttäuschten Erwartungen führten zu keiner nennenswerten Marktreaktion. Den stärksten Druck verzeichnete der Schweizer Franken. Die Schweizerische Nationalbank senkte zum zweiten Mal in diesem Jahr ihren Leitzins. Dieser Schritt wurde von den Marktteilnehmern zwar nicht ausgeschlossen, war jedoch nicht vollständig antizipiert worden. Bankvolkswirte hatten hauptsächlich mit einer Beibehaltung der Zinsen gerechnet. Der Euro stieg dadurch im Tagesverlauf auf 0,9573 Franken, nachdem er am Morgen noch unter der Marke von 0,95 notiert hatte. Die Bank of England entschied sich, ihren Leitzins unverändert zu belassen, was den Erwartungen der meisten Bankenanalysten entsprach. Es ist nun das siebte Mal in Folge, dass der Zins nicht verändert wurde. Aufgrund der zurückgehenden Inflation wird jedoch im Verlauf des Jahres mit Zinssenkungen gerechnet. Der genaue Zeitpunkt bleibt jedoch ungewiss. Das britische Pfund schwächte sich nach den Entscheidungen leicht ab. Die EZB legte außerdem weitere Referenzkurse für einen Euro fest: 0,84513 britische Pfund, 169,82 japanische Yen und 0,9546 Schweizer Franken. Der Goldpreis in London stieg am Nachmittag um 34 Dollar auf 2362 Dollar je Feinunze.