16. Juni, 2024

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Euro verliert an Boden: Kräftiger US-Arbeitsmarkt schwächt Gemeinschaftswährung

Euro verliert an Boden: Kräftiger US-Arbeitsmarkt schwächt Gemeinschaftswährung

Der Euro hat im Anschluss an einen überraschend robusten US-Arbeitsmarktbericht am Freitag seinen tiefsten Stand der Woche erreicht. Am Abend konnte sich die Gemeinschaftswährung nur knapp über der Marke von 1,08 US-Dollar halten. Zuvor notierte der Euro noch bei 1,09 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0898 Dollar fest, nachdem dieser am Vortag bei 1,0865 Dollar lag. Der Dollar kostete damit 0,9175 Euro, während er am Donnerstag noch bei 0,9203 Euro gehandelt wurde.

Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, bemerkte dazu: "Der solide Arbeitsmarktbericht wird die US-Notenbank Fed in ihrer Ausrichtung bestätigen: Zuwarten." Er ergänzte, dass so lange die US-Wirtschaft und insbesondere der Arbeitsmarkt positiv verlaufen, keine Notwendigkeit bestehe, den Leitzins zu senken. Die Entscheidung über den Zinsstand wird die Fed in der kommenden Woche treffen.

Die Aussicht auf stabile US-Zinsen stärkt den Dollarkurs und setzt den Euro somit unter Druck. Dies zeigt einmal mehr, wie stark die internationalen Wechselkurse durch volkswirtschaftliche Daten beeinflusst werden.