18. Juli, 2024

Märkte

Euro stabilisiert sich leicht in schwächerem Marktumfeld

Euro stabilisiert sich leicht in schwächerem Marktumfeld

Der Euro hat sich am Donnerstag leicht erholen können und notierte am Nachmittag bei 1,0803 US-Dollar. Damit lag der Kurs etwas höher als am Morgen desselben Tages. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs bei 1,0800 Dollar fest, nachdem er am Vortag noch bei 1,0758 Dollar gelegen hatte. Umgerechnet kostete der Dollar somit 0,9259 Euro.

Trotz schwacher Auftragsdaten aus der deutschen Industrie, welche die fünfmonatige Abwärtsspirale fortsetzten, blieb der Euro zunächst unbeeinflusst. Die anhaltende Schwäche im Verarbeitenden Gewerbe belastet jedoch weiterhin die Konjunkturaussichten.

Ralph Solveen von der Commerzbank äußerte sich skeptisch zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung. "Zusammen mit den zuletzt schlechteren Stimmungsindikatoren bestätigt dies unsere Erwartung, dass das zweite Quartal erneut schwach ausgefallen ist und die allgemein für das zweite Halbjahr erwartete Erholung der Konjunktur nur moderat ausfallen wird", erklärte er in einem Kommentar. Er warnte auch, dass sich die erhoffte Erholung möglicherweise noch länger verzögern könnte.

Impulse von den US-Märkten blieben aufgrund eines dortigen Feiertags aus. Auch die anstehenden Parlamentswahlen in Großbritannien scheinen laut Analysten der Bank ING kaum Einfluss auf die Märkte zu haben. Es wird ein klarer Sieg der oppositionellen Labour-Partei erwartet, während die regierenden Tories eine deutliche Niederlage hinnehmen dürften. Das britische Pfund zeigte gegenüber dem Dollar kaum Bewegung.

Die EZB legte zudem die Referenzkurse für den Euro gegen andere wichtige Währungen fest: 0,84663 britische Pfund, 173,84 japanische Yen und 0,9717 Schweizer Franken. Der Goldpreis in London stieg am Nachmittag leicht auf 2361 Dollar pro Feinunze, etwa 5 Dollar mehr als am Vortag.