16. Juni, 2024

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Euro nimmt Fahrt auf: US-Konjunkturdaten sorgen für Aufwind

Euro nimmt Fahrt auf: US-Konjunkturdaten sorgen für Aufwind

Der Euro hat am Donnerstag anfängliche Verluste wieder wettmachen können und überstieg die Marke von 1,08 US-Dollar. Am späten Nachmittag notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,0835 Dollar, rund einen halben Cent mehr als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) bestimmte den Referenzkurs auf 1,0815 Dollar, nachdem er am Mittwoch noch bei 1,0857 Dollar lag. Entsprechend kostete der Dollar 0,9246 Euro, im Vergleich zu 0,9210 Euro am Vortag.

Im Laufe des Tages geriet der Dollar zunehmend unter Druck. Grund hierfür waren enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA. Neue Wachstumszahlen zeigten, dass die US-Wirtschaft im ersten Quartal stärker an Dynamik verloren hat als zuvor angenommen. Zudem stiegen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Daten zum Immobilienmarkt blieben hinter den Erwartungen zurück.

Diese wirtschaftlichen Indikatoren lassen darauf schließen, dass die US-Zentralbank, die Federal Reserve (Fed), möglicherweise schneller von ihrer straffen Geldpolitik abrücken könnte. Der Markt erwartet derzeit, dass bis zum Jahresende eine Zinssenkung erfolgen wird, während zu Jahresbeginn noch bis zu sechs Senkungen prognostiziert wurden. Die Fed zögert allerdings aufgrund der hartnäckig hohen Inflation, die nur langsam zurückgeht.

Die EZB setzte für andere wichtige Währungen die Referenzkurse auf 0,85105 britische Pfund (zuvor 0,85130), 169,50 japanische Yen (zuvor 170,74) und 0,9808 Schweizer Franken (zuvor 0,9907) fest. Die Feinunze Gold in London wurde am Nachmittag mit 2348 Dollar gehandelt, zehn Dollar mehr als am vorherigen Tag.