18. Juli, 2024

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Euro legt nach schwachen US-Konjunkturdaten zu

Euro legt nach schwachen US-Konjunkturdaten zu

Der Euro erfuhr am Mittwoch aufgrund enttäuschender Konjunkturdaten aus den USA eine spürbare Aufwertung und überschritt die Marke von 1,08 US-Dollar. Am Nachmittag betrug der Kurs der Gemeinschaftswährung 1,0805 US-Dollar, nachdem er am Morgen noch über einen halben Cent niedriger notiert hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0758 US-Dollar fest, nach 1,0729 US-Dollar am Vortag. Dadurch kostete der Dollar 0,9295 Euro, im Vergleich zu 0,9320 Euro zuvor.

Schwächer als prognostizierte Arbeitsmarktzahlen aus den USA belasteten den US-Dollar erheblich. In der letzten Woche stiegen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker als erwartet. Ebenso wurden in der Privatwirtschaft deutlich weniger neue Stellen geschaffen als erhofft. Der US-Arbeitsmarkt steht im Fokus der Geldpolitik der US-Notenbank Fed, da die Lohnentwicklung wesentlichen Einfluss auf die Preisentwicklung hat. Der am Freitag erwartete monatliche Arbeitsmarktbericht wird daher mit großer Spannung erwartet.

Zusätzlich wirkten sich schwache Meldungen aus dem US-Dienstleistungssektor negativ auf den Dollar aus. Der vielbeachtete Einkaufsmanagerindex (ISM) verschlechterte sich unerwartet stark und deutet auf eine wirtschaftliche Schrumpfung hin. Der Dienstleistungssektor ist der bedeutendste Wirtschaftszweig der USA. Darüber hinaus sank im Mai die Zahl neuer Aufträge in der US-Industrie. Diese Daten sprechen tendenziell für mögliche Zinssenkungen durch die Fed, auch wenn der Preisdruck zuletzt auf hohem Niveau blieb.

Die EZB setzte die Referenzkurse für einen Euro zu anderen wichtigen Währungen wie folgt: 0,84680 britische Pfund (vorher 0,84755), 174,18 japanische Yen (vorher 173,31) und 0,9718 Schweizer Franken (vorher 0,9697). Der Goldpreis stieg am Nachmittag in London auf 2363 Dollar je Feinunze, etwa 33 Dollar mehr als am Vortag.