22. Februar, 2024

Wirtschaft

Euro legt leicht zu: Geduld bei Zinspolitik gefordert

Euro legt leicht zu: Geduld bei Zinspolitik gefordert

Die europäische Gemeinschaftswährung hat einen leichten Anstieg erfahren und sich von ihrem tiefsten Stand seit Mitte November leicht erholt. Nach einer anfänglichen Schwächephase im frühen Handel stand der Euro am Nachmittag bei 1,0780 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) notierte den Referenzkurs bei 1,0776 Dollar, ein Aufwärtstrend im Vergleich zum Vortag.

In einem aktuellen Text mit der "Financial Times" hat Isabel Schnabel, Direktorin der EZB, zu besonnener Zinspolitik aufgerufen. Sie wies darauf hin, dass trotz der zuletzt rückläufigen Inflation eine vollständige Entwarnung verfrüht sei. Die Märkte rechnen momentan mit Zinssenkungen seitens der EZB für das laufende Jahr, was von Bankökonomen oft als zu optimistisch eingestuft wird.

Deutsche Produktionsdaten offenbarten eine weiterhin andauernde Schwäche der Industrie, was jedoch keinen negativen Einfluss auf den Euro hatte. Entgegen der Erwartungen sank die Produktion im Dezember um 1,6 Prozent, markierte den vierten Rückgang in Folge und verdeutlicht die angespannte Lage der deutschen Industrie. Laut Analyst Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg, ist dies ein klares Zeichen für die heikle Situation, in der sich die hiesige Industrie befindet und welchen Einfluss diese auf die Konjunktur hat.

Im Devisenhandel wurden weitere Referenzwerte festgelegt: Ein Euro entsprach 0,85305 britischen Pfund, 159,71 japanischen Yen und 0,9393 Schweizer Franken. Gold zeigte sich von seiner glänzenden Seite und wurde in London mit 2040 Dollar pro Feinunze gehandelt – ein Anstieg um rund vier Dollar gegenüber dem Vortag.