14. April, 2024

Wirtschaft

Euro holt auf und trotzt gedämpfter Industriestimmung

Euro holt auf und trotzt gedämpfter Industriestimmung

Die europäische Gemeinschaftswährung ließ am Dienstag den jüngsten Kursrutsch hinter sich und verzeichnete deutliche Gewinne gegenüber dem US-Dollar. Nach einem verhaltenen Tagesbeginn kletterte der Euro im Tagesverlauf auf einen Stand von 1,0774 Dollar und machte damit seine Einbußen vom Vortag weitgehend wett. Die Europäische Zentralbank (EZB) fixierte den Referenzkurs bei 1,0749 Dollar, womit sich der Wert des Dollars auf 0,9303 Euro belief.

Entspannende Inflationsnachrichten aus Deutschland befeuerten die Hoffnungen auf eine mögliche Zinssenkung durch die EZB im Sommer. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) stieg im März um 2,3 Prozent im Jahresvergleich und pendelt sich damit zunehmend beim EZB-Ziel von zwei Prozent Inflation ein. Ulrich Kater, Chefökonom der Dekabank, sieht in der rückläufigen Inflation in Deutschland ein Zeichen für eine potenzielle Reduktion der Leitzinsen.

Währenddessen trübt sich die Gemütslage in den Industriebetrieben der Eurozone laut den jüngsten Einkaufsmanagerindizes, erhoben von S&P Global, etwas ein, wobei der Rückgang weniger steil ausfiel als erwartet. Die Expertin Melanie Debono von Pantheon Macroeconomics deutet darauf hin, dass kurzfristig mit keiner signifikanten Erholung im verarbeitenden Gewerbe zu rechnen ist.

Die EZB setzte außerdem die Referenzkurse zu wichtigen Währungen fest, wobei ein Euro nun 0,85510 britische Pfund, 163,01 japanische Yen und 0,9765 Schweizer Franken entspricht. Ein Lichtblick für Edelmetallinvestoren: Die Feinunze Gold erfährt eine Aufwertung und wird in London mit 2276 Dollar gehandelt, ein Anstieg um 25 Dollar im Vergleich zum Vortag.