19. Mai, 2024

Wirtschaft

Euro gewinnt an Kraft: Positives Konjunkturklima und Warten auf US-Daten

Euro gewinnt an Kraft: Positives Konjunkturklima und Warten auf US-Daten

Die europäische Einheitswährung zeigt sich am Dienstagmittag stärker und notiert nahe der Marke von 1,08 US-Dollar, was einen Anstieg gegenüber dem Morgen darstellt. Der von der Europäischen Zentralbank festgesetzte Referenzkurs lag am Montag bereits auf einem ähnlichen Niveau von 1,0795 Dollar.

Eine Aufhellung der Konjunkturperspektiven in Deutschland spielt der Währung in die Karten. Die jüngsten Zahlen zu den Konjunkturerwartungen deuten laut ZEW-Präsident Achim Wambach auf eine an Fahrt gewinnende wirtschaftliche Erholung hin, die ihren höchsten Optimismus seit dem Beginn des militärischen Konflikts in der Ukraine zeigt. Dieser Eindruck wird durch die Analystin Melanie Debono vom Analysehaus Pantheon unterstützt, die insbesondere auf verbesserte reale Einkommen und einen positiven Impuls für die Baubranche durch günstige Witterungsbedingungen hinweist.

Die Blicke der Marktakteure richten sich indes auch über den Atlantik: Am Nachmittag stehen in den USA wichtige Preisdaten aus der Unternehmenssphäre im Fokus, die Rückschlüsse auf die Verbraucherpreisentwicklung zulassen und somit für die amerikanische Zentralbank Federal Reserve von Interesse sind. Eine aktive kommunikative Rolle spielen außerdem zahlreiche Notenbankvertreter beiderseits des Ozeans: Jerome Powell, der Vorsitzende der Federal Reserve, wird an einer Diskussionsrunde teilnehmen, und auch von der EZB wird man hören, vertreten durch die deutsche Direktorin Isabel Schnabel.