25. Februar, 2024

Politik

EU-Militäroperation Aspides zur Sicherung des Roten Meeres steht in den Startlöchern

EU-Militäroperation Aspides zur Sicherung des Roten Meeres steht in den Startlöchern

In Kürze könnte ein hochrangiger Einsatz der Europäischen Union zur Sicherung der Seewege im Roten Meer ins Leben gerufen werden, wenn die Pläne für die Operation Aspides finalisiert werden. Der Operation mangelt es mittlerweile nur noch an einem Grundsatzbeschluss, der, wie verlautet wird, schon im Laufe dieser Woche per schriftlichem Verfahren gefasst sein soll. Dem folgt dann der entscheidende Startschuss beim EU-Außenministertreffen am 19. Februar.

Besagte Militäraktion zielt darauf ab, die Handelsschifffahrt in der Krisenregion zu schützen, insbesondere vor Gefahren, die von der jemenitischen Huthi-Rebellengruppe ausgehen. Diese greift Handelsschiffe an, um gegen die israelische Militäraktion im Gazastreifen zu protestieren, die ihrerseits auf ein verheerendes Attentat der Hamas in Israel Anfang Oktober reagierte. Der intensivierte Konflikt und die daraus resultierenden Risiken haben dazu geführt, dass Reedereien vermehrt Umwege statt der direkten Route durch das Rote Meer wählen, was globale wirtschaftliche Konsequenzen mit sich bringt.

Die USA und Großbritannien haben bereits mit Angriffen auf Huthi-Ziele reagiert, doch die EU ist nicht bestrebt, diese Proaktivität zu übernehmen. Aus deutscher Sicht beteiligt sich die Bundeswehr mit der Fregatte 'Hessen' an der Mission, ein Kriegsschiff, das für Eskort- und Überwachungsaufgaben ausgerüstet ist und bereits in Richtung Operationsgebiet ausgelaufen ist.

Trotzdem weisen Experten auf das hohe Risikopotenzial der Mission hin. Mit deutlichen Worten spricht Markus Kaim von der Stiftung Wissenschaft und Politik von einer großen Eskalationsgefahr und der Naivität, anzunehmen, deutsche Schiffe blieben unangetastet. Eine langfristige Präsenz und fortwährende Verteidigungsbereitschaft scheinen unerlässlich zu sein, wenn man einen nachhaltigen Erfolg der Operation Aspides erwarten möchte.