27. Juli, 2026

KI

EU hinkt bei KI-Investitionen hinterher – OECD-Daten alarmieren

EU hinkt bei KI-Investitionen hinterher – OECD-Daten alarmieren

Die Investitionen der Europäischen Union in Künstliche Intelligenz (KI) konnten in den letzten Jahren nicht mit den global führenden Nationen Schritt halten, so ein aktueller Bericht des Europäischen Rechnungshofs. Trotz eines stetigen Anstiegs der EU-KI-Investitionen im Zeitraum 2018 bis 2020 klafft die Investitionslücke zwischen der EU und den Vereinigten Staaten immer weiter auseinander. Der Bericht beziffert den Rückstand der EU mittlerweile auf mehr als 10 Milliarden Euro.

Staatliche Stellen und private Unternehmen in den USA haben deutlich größere Summen in KI investiert. Einzelfallanalysen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigen außerdem, dass die EU auch in den Jahren 2021 und 2022 bei den Risikokapitalinvestitionen hinter den USA und China zurückblieb.

Zwar haben die KI-Investitionen aus dem EU-Haushalt zugenommen, und die EU-Kommission betont, jährlich über eine Milliarde Euro in KI-Forschungsprojekte zu investieren. Dennoch machen diese Mittel nur einen kleinen Teil der gesamten öffentlichen und privaten Investitionen des Staatenbundes aus, wie der Rechnungshof bemängelt. Die seit 2018 unveränderten Investitionsziele der EU seien mittlerweile überholt und stünden im Widerspruch zu dem Ziel, ein weltweit wettbewerbsfähiges KI-Ökosystem aufzubauen.

Der Rechnungshof betont die Notwendigkeit umfangreicher und zielgerichteter Investitionen in die KI, um das zukünftige Wirtschaftswachstum in der EU sicherzustellen. Mihails Kozlovs, zuständiges Mitglied des Rechnungshofs, hebt hervor, dass diese Investitionen entscheidenden Einfluss auf das Wirtschaftsleben in der Europäischen Union haben werden.

Die Nutzung von KI variiert stark zwischen den Mitgliedsländern. Während Frankreich und Deutschland die größten öffentlichen KI-Investitionen angekündigt haben, verfügen vier Mitgliedsstaaten noch immer über keine klaren KI-Strategien. Eine koordinierte Vorgehensweise unter den Mitgliedsländern ist laut dem Bericht unerlässlich, um die EU-Ziele effektiv zu erreichen.