28. Februar, 2024

Politik

Estnische Premierministerin setzt auf Stärke und Einklang innerhalb der NATO

Estnische Premierministerin setzt auf Stärke und Einklang innerhalb der NATO

Die estnische Ministerpräsidentin Kaja Kallas zeigt sich unbeeindruckt von den jüngsten Bemerkungen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump zur Beistandspflicht innerhalb der NATO. In einer resoluten Antwort fordert sie die Allianzpartner zu verstärkten Anstrengungen auf und verweist auf die Wichtigkeit der Geschlossenheit, um gemeinsam stärker zu stehen. Diese Feststellung erfolgte im Rahmen eines Treffens mit EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola in Tallinn, bei welchem beide die Bedeutung erhöhter Verteidigungsausgaben unterstrichen und für eine klare Botschaft an die Weltgemeinschaft plädierten, dass Europa fähig sei, seine Verteidigung eigenständig zu gewährleisten. Die Aussagen fallen in eine Zeit, in der Trump erneut einen Präsidentschaftswahlkampf ankündigt und mit provokanten Vorschlägen aufhorchen lässt – so drohte er damit, NATO-Verbündete, welche ihre finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen, im Ernstfall nicht zu unterstützen. Estland hingegen nimmt seine Rolle innerhalb des westlichen Bündnisses sehr ernst und hat als direkter Nachbar Russlands seine Verteidigungsausgaben in Reaktion auf dessen militärische Aggressionen deutlich angehoben. Für das laufende Jahr sind 3,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung eingeplant, ein klares Zeichen der Selbstverpflichtung und ein Vorbild für die Allianz.