01. Mai, 2026

Politik

Eskalation im Nahen Osten: Israel droht Iran mit härterer Reaktion

Eskalation im Nahen Osten: Israel droht Iran mit härterer Reaktion

Israel hat dem Iran im Falle eines erneuten Angriffs mit einer erheblich schärferen Reaktion gedroht. Diese Ankündigung kommt im Zuge der jüngsten Spannungen, die eine gezielte Tötung des Hamas-Auslandschefs Ismail Hanija in Teheran umfasst. Israels nationaler Sicherheitsberater Zachi Hanegbi erklärte in einem Interview mit der 'Bild', dass Israel beim letzten Angriff im April auf Bitten der USA und anderer Verbündeter Zurückhaltung geübt habe. Hanegbi stellte klar: 'Das ist jetzt eine neue Situation. Man kann sich einmal zurückhalten, nicht zweimal.' Die Tötung Hanijas, der sich als Gast des iranischen Staates in Teheran aufhielt, hat den Iran zu massiven Vergeltungsdrohungen veranlasst. Wie Hanija in der Nacht zum Mittwoch ums Leben kam, ist nicht abschließend geklärt. Der Iran und die Hamas machen Israel verantwortlich, während die israelische Regierung bisher jede Stellungnahme verweigerte. Es wird befürchtet, dass die aktuelle Entwicklung Israel und den Iran an den Rand eines ernsthaften Konflikts bringt. Schon am 14. April war die Situation angespannt, als iranische Revolutionsgarden Hunderte Drohnen und Raketen auf Israel abfeuerten. Die meisten Angriffe konnte Israel mithilfe der USA abfangen. Der Auslöser der iranischen Attacke war ein Israel zugeschriebener Angriff auf das iranische Botschaftsgelände in Damaskus, bei dem zwei iranische Generäle getötet wurden. Israel reagierte damals mit einem Gegenangriff auf einen Luftwaffenstützpunkt im Zentraliran, woraufhin Teheran erklärte, die Angelegenheit nicht weiter zu verfolgen. Im Interview warnte Hanegbi den Iran: 'Israel anzugreifen ist etwas, wofür sie einen sehr schmerzhaften Preis zahlen werden. Hoffentlich tun sie es nicht. Es wäre ein Fehler. Israel ist sehr stark.' Auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu äußerte sich in den vergangenen Tagen in ähnlicher Weise. Hanegbi glaubt jedoch nicht, dass die Region unmittelbar vor einem Krieg steht. Der Iran habe keinen umfassenden Krieg im Sinn, so Hanegbi. Zur Ermordung Hanijas wollte sich Hanegbi nicht weiter äußern.