28. Februar, 2024

Politik

Erneute nächtliche Angriffe verschärfen die Lage in der Ukraine

Erneute nächtliche Angriffe verschärfen die Lage in der Ukraine

In der Dunkelheit der Nacht erfährt die Ukraine eine erneute Zuspitzung des Konflikts mit Russland: Ein Bürger verlor sein Leben bei einem Beschuss auf die Stadt Selydowe, und weitere sieben Personen tragen nun die Bürde von Verletzungen, ein unheilvolles Echo auf die Aggressionen des nordöstlichen Nachbarn. Wadym Filaschkin, der Verwalter der heftig umkämpften Region Donezk, verlautbarte diese tragischen Ereignisse in einer Mitteilung, die über den digitalen Äther von Telegram verbreitet wurde. Neben diesem Todesopfer wurde auch materieller Schaden verzeichnet: Wohnviertel mit Hochhäusern und Privatdomizilen sowie Fahrzeuge wurden ins Visier genommen und erheblich in Mitleidenschaft gezogen.

Die Opfer dieser Nacht beschränken sich jedoch nicht nur auf Selydowe. Eine weitere Verletzung wurde aus Awdijiwka gemeldet. Ferner wurde die Region Odessa Zeuge von Verwundungen in den eigenen Reihen. Zwei Polizisten, gerade auf einem Einsatzweg, wurden Opfer eines Drohnenangriffs – ein modernes Gefechtsmittel, das Unheil aus der Ferne bringt. Das ukrainische Nachrichtenportal "Ukrajinska Prawda" spricht von Schäden an zwei noch nicht fertiggestellten Bauten: ein Wohnhaus und der Rohbau eines Colleges sind nun gezeichnet vom Krieg.

Die ukrainischen Luftstreitkräfte leisten erbitterten Widerstand. Elf der insgesamt siebzehn russischen Kampfdrohnen konnten unschädlich gemacht werden. Trotz dieser Abwehrerfolge haben auch andere Orte wie Mykolajiw und Winnyzja die Bitterkeit des Konflikts gespürt. Getroffene Wohnhäuser, ein Betrieb und eine Sportstätte in Mykolajiw sowie ein Feuer in Winnyzja, ausgelöst durch Drohnentrümmer, zeugen von der Reichweite und Intensität der Eskalation.

Erst kürzlich hatte Russland einen umfangreichen Angriff mittels Raketen und Drohnen ausgeführt, bei dem mindestens fünf Menschen zu Tode kamen. Dutzende wurden verletzt. Experten des amerikanischen Think Tanks ISW beobachten diese Geschehnisse genau und stellen fest, dass diese Angriffe nicht nur menschliches Leid bewirken, sondern auch Teil eines Rüstungswettlaufs sind. Während die ukrainische Luftabwehr sich behaupten kann und die meisten Lenkflugkörper abwehrt, finden russische Flugabwehrraketen, ballistische Iskander-Raketen und andere Marschflugkörper dennoch ihre Ziele. Die Strategie scheint klar: Durch den Einsatz unterschiedlicher Angriffstechniken, zu denen angeblich auch nordkoreanische Raketen zählen, wird versucht, die Abwehrkräfte der Ukraine zu überfordern.