29. Februar, 2024

Wirtschaft

Ermittler heimsuchen DWS am Tag der Bilanzvorstellung

Ermittler heimsuchen DWS am Tag der Bilanzvorstellung

Am selben Tag, an dem die Fondstochter der Deutschen Bank, die DWS, ihre Jahresbilanz für 2023 präsentiert, empfängt das Finanzunternehmen erneut die Staatsanwaltschaft. Nach eigenen Aussagen der DWS dienen die Untersuchungen der Aufklärung von Vorwürfen um Greenwashing, welche die Gesellschaft schon seit geraumer Zeit beschäftigen. 'Wir werden - wie auch bislang - vollumfänglich mit der Behörde kooperieren, um die Ermittlungen so schnell wie möglich abschließen zu können', verkündet die DWS in einer aktuellen Mitteilung. Nach Informationen der Ermittlungsbehörde waren bei der Durchsuchung in den Bürogebäuden der DWS in Frankfurt, welche sich noch in den Nachmittagsstunden hinzog, insgesamt 30 Beamte des Bundeskriminalamtes sowie drei Staatsanwälte aktiv beteiligt. Die Vorwürfe gegen die Fondsgesellschaft konzentrieren sich auf die irreführende Vermarktung von Finanzprodukten mit vermeintlichen ökologischen Vorteilen, ein Vorgehen, das gemeinhin als 'Greenwashing' bezeichnet wird. Im Zentrum des Verfahrens stehen früheren Informationen zufolge ein ehemaliger Verantwortlicher sowie bislang nicht namentlich benannte Beschäftigte der DWS. Bereits im Mai des Vorjahres waren die Räumlichkeiten im Rahmen der Greenwashing-Ermittlungen durchforstet worden. Im darauf folgenden Monat fand ein Wechsel an der Führungsspitze statt, wobei Asoka Wöhrmann durch Stefan Hoops weichen musste, einen internen Wechsel von der Deutschen Bank zur DWS. Und noch im Januar dieses Jahres zeigten Präsenz in den Frankfurter Büros des Unternehmens erneut Vertreter der Behörden. Damals ließ die DWS verlautbaren, in der Kooperation mit den Ermittlungsbehörden rund drei Millionen Dokumente gesichtet und zur Verfügung gestellt zu haben.