30. April, 2026

Politik

Erleichterung in der Slowakei: Premier Fico stabilisiert sich nach Attentat

Erleichterung in der Slowakei: Premier Fico stabilisiert sich nach Attentat

Die Slowakei atmet auf, als das Krankenhaus in Banska Bystrica am Sonntag Entwarnung gibt: Ministerpräsident Robert Fico ist nicht mehr in Lebensgefahr. Der Schock sitzt noch tief, seit ein 71-jähriger Mann, identifiziert als Juraj C., den Regierungschef am Mittwoch überraschend schwer verletzte. Glücklicherweise konnte der Täter direkt nach dem Angriff festgenommen werden.

Im Licht der neuesten medizinischen Auskünfte versichert der stellvertretende Klinikleiter Milan Urbani, dass Fico sich außerhalb der kritischen Phase befindet, trotzdem betont er, dass eine umfassende Genesung eine langwierige Ruhephase erfordert. "Der Patient Robinson befindet sich nunmehr in einer stabilen Verfassung, wenngleich der Genesungsprozess aufgrund der Schwere der Verletzungen seine Zeit fordern wird", erklärte Urbani Journalisten gegenüber.

Verteidigungsminister Robert Kalinak, der gleichzeitig als Vizepremier fungiert, verneint die Notwendigkeit einer Verlegung Ficos in die Hauptstadt. Er sieht im starken physischen Zustand des Premierministers einen Hoffnungsschimmer für eine kontinuierliche Erholung des 59-Jährigen, die sich jedoch über Wochen erstrecken könnte.

Unterdessen wurde der Beschuldigte Juraj C. unter strengen Sicherheitsauflagen zur Anhörung vor das Spezialstrafgericht in Pezinok geführt. Dort wurde Untersuchungshaft angeordnet, hauptsächlich wegen Flucht- und Wiederholungsgefahr, wie Gerichtssprecherin Katarina Kudjakova mitteilt. Dem Beschuldigten bleibt der Gang in die Berufung offen.

Die Ermittlungen legen einen politisch motivierten Angriff nahe. Laut Polizei und Regierung handelte der Täter aus Abscheu gegenüber der Person Ficos sowie dessen politischen Maßnahmen. Der Premier war gerade nach einem Treffen mit seinem Kabinett in Handlova aufgetreten, um zu den dort Wartenden Kontakt aufzunehmen, als er überraschend ins Visier genommen wurde. Innere Beweggründe des Attentäters seien frühen Befragungen zufolge eindeutig politischer Natur, so der Innenminister kurz nach dem Vorfall.