24. Juni, 2024

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Erleichterung bei Anlegern: US-Staatsanleihen steigen nach stabilen Inflationsdaten

Erleichterung bei Anlegern: US-Staatsanleihen steigen nach stabilen Inflationsdaten

Am Freitag verzeichneten US-Staatsanleihen erfreuliche Kursgewinne infolge neuer Inflationsdaten. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen, der sogenannte T-Note-Future, legte um 0,26 Prozent auf 108,52 Punkte zu. Im Gegenzug reduzierte sich die Rendite der zehnjährigen Staatspapiere auf 4,51 Prozent. Die jüngsten Daten zeigen, dass der Preisauftrieb in den USA im April konstant blieb und damit den Erwartungen entsprach. Dies wird durch den Preisindex PCE bestätigt, der zusammen mit Daten zu den Konsumausgaben und Haushaltseinkommen veröffentlicht wurde. Der PCE-Index dient als bevorzugtes Preismaß für die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Trotz der weiterhin über dem Inflationsziel der Fed von zwei Prozent liegenden Werte zeigten sich Anleger erleichtert, dass der Preisanstieg nicht weiter zugenommen hat. Trotz der anhaltenden Teuerung bleiben zeitnahe Zinssenkungen durch die Fed unwahrscheinlich, da die nächste Sitzung erst Mitte Juni stattfindet. Ab diesem Wochenende beginnt die übliche Schweigephase vor der Zusammenkunft. Der Markt erwartet in diesem Jahr lediglich eine vollständige Zinsreduzierung. James Knightley, Ökonom bei ING Economics, betonte, dass der Anstieg des PCE genau das sei, was notwendig ist, um die Inflationssorgen der Fed zu mildern. Für eine Zinssenkung im September bedürfe es jedoch neben weiterhin moderaten Teuerungsdaten auch einer Abschwächung des Arbeitsmarktes sowie einer Abkühlung der Verbraucherausgaben. Knightley warnte: 'All das ist sicherlich möglich, aber keineswegs garantiert.'