15. Juli, 2024

Märkte

Erholung des Euro: Einfluss von US-Präsidentschaftswahl und Inflationszahlen

Erholung des Euro: Einfluss von US-Präsidentschaftswahl und Inflationszahlen

Der Euro hat sich am Freitag bis zum Mittag erfolgreich von seinen anfänglichen Verlusten erholt. Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,0705 US-Dollar, nachdem sie am Morgen noch unter der Marke von 1,07 Dollar gelegen hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,0696 Dollar festgesetzt.

Nach der ersten TV-Debatte im US-Präsidentschaftswahlkampf verzeichnete der Dollar zunächst Auftrieb. Zahlreiche Beobachter bewerteten Präsident Joe Biden im Vergleich zu seinem Herausforderer, Ex-Präsident Donald Trump, als den weniger überzeugenden Kandidaten. Diese Unsicherheit über den Wahlausgang verstärkte den Status des Dollars als Reserve- und Fluchtwährung.

Die Konjunkturdaten aus der Eurozone entsprachen am Vormittag den Erwartungen der Märkte. Während die Inflation in Frankreich und Spanien im Juni leicht zurückging, stieg sie in Italien etwas an. Diese Entwicklungen führten jedoch zu keiner Veränderung der Zinserwartungen an die EZB. Die Finanzmärkte haben weiterhin knapp zwei zusätzliche Lockerungen im laufenden Jahr eingepreist, nachdem die Währungshüter bereits Anfang Juni einen ersten Schritt vollzogen hatten.

Am Nachmittag richten sich die Blicke der Marktteilnehmer auf die Veröffentlichung der Preisdaten aus den USA. Diese Zahlen könnten wichtige Hinweise auf den kurzfristigen Kurs der US-Notenbank Fed liefern und werden daher genau beobachtet.