29. Februar, 2024

Wirtschaft

Erfolgreiches Jahr trotz Herausforderungen – Teamviewer steigert Profitabilität

Erfolgreiches Jahr trotz Herausforderungen – Teamviewer steigert Profitabilität

In einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld hat der Softwareanbieter Teamviewer im vergangenen Jahr einen beachtlichen Gewinnsprung verzeichnet und blickt auch für die Zukunft auf eine erhöhte Profitabilität. Vorstandschef Oliver Steil betonte im Gespräch mit der dpa-AFX, dass das Marktumfeld hart bliebe, die Schwierigkeiten jedoch gemeistert wurden. So gelang es Teamviewer, sowohl die eigene Prognose als auch die Markterwartungen zu erfüllen und vorbörslich ein Kursplus von fünf Prozent zu erwirtschaften.

Das Unternehmen mit Sitz in Göppingen plant, die operative Marge, die im letzten Jahr bereits von 41 auf 42 Prozent kletterte, bis 2024 weiter zu steigern, mit einem anvisierten Ziel von mindestens 43 Prozent vom Umsatz. Der Rückzug aus der intensiven Sponsorentätigkeit bei Manchester United soll dabei zu einer Verbesserung beitragen und Einsparungen von 17,5 Millionen Euro bringen, die sich positiv auf das Ergebnis auswirken werden. Ein Teil dieser Einsparungen wird bereits in der ersten Jahreshälfte für das Wachstum reinvestiert.

Teamviewer strebt für das laufende Geschäftsjahr Umsatzerlöse zwischen 660 und 685 Millionen Euro an, ein Anstieg, der in konstanten Währungen zwischen 7 und 11 Prozent liegen würde. Diese Ziele sind trotz der Hürden, wie eingeschränkte Wachstumsimpulse aus China und Unsicherheiten im US-Markt, ambitioniert. Steil zeigt sich dennoch zuversichtlich, dass sich die Perspektiven nach 2024 aufhellen werden und die Prognose die Realitäten eines schwierigen Umfelds reflektiert.

Der Fokus auf innovative Technologien wie Augmented Reality in der Fertigung und die Ansprache investitionsbereiter Unternehmen hätten sich insbesondere bei den Großkunden bewährt. Obwohl bei den kleinen und mittleren Abo-Kunden nicht alles reibungslos verlief, begründet Steil dies mit einem starken Vorjahresquartal in diesem Segment.

Im Jahr erreichte Teamviewer ein Umsatzplus von 11 Prozent auf 626,7 Millionen Euro und übertraf damit seine eigene Zielvorgabe. Der Nettogewinn verzeichnete einen Anstieg um zwei Drittel auf 114 Millionen Euro, unterstützt durch den Abbau von Schulden, geringere Finanzaufwendungen und eine reduzierte Steuerlast. Teamviewer strebt an, den Verschuldungsgrad im Verhältnis zum operativen Ergebnis weiter zu verringern und die solide Position weiter auszubauen.