21. Juni, 2024

Politik

Entspannung für britische Haushalte: Energiepreisdeckel sinkt

Entspannung für britische Haushalte: Energiepreisdeckel sinkt

Inmitten sinkender Großhandelspreise gibt es eine gute Nachricht für britische Haushalte: Ofgem, der Regulator des Energiebereichs, kündigte eine Reduzierung des Preislimits für Energie um 7 Prozent an. Dies bedeutet, dass eine typische Familie nun voraussichtlich jährlich 1.568 Pfund statt der bisherigen 1.690 Pfund für Energie aufbringen muss. Dadurch sind die Energiekosten seit Juli 2023 um 21 Prozent gefallen, was als Hilfe im Kampf gegen die Inflation gesehen wird.

Obwohl die Kosten nunmehr niedriger als im letzten Jahr sind, haben sie das Niveau von vor der Energiekrise noch nicht wieder erreicht. Vor dem Beginn der Krise lagen die Preise im Durchschnitt unterhalb der 1.100-Pfund-Marke. Die Energiekrise wurde durch einen Anstieg der Gas- und Strompreise auf dem Großhandelsmarkt Ende 2021 und 2022, unter anderem durch die russische Invasion in der Ukraine, ausgelöst, was zu einer Krise der Lebenshaltungskosten und einer steigenden Inflation führte. Die britische Regierung reagierte daraufhin mit Subventionen der Energierechnungen.

Während die Krisensituation sich aktuell entspannt und die flächendeckende Unterstützung der Regierung ihren Abschluss gefunden hat, warnen Aktivisten davor, dass Millionen von Haushalten noch immer Mühe haben, ihre Energierechnungen zu bezahlen. Die Beratungsfirma Cornwall Insight rechnet damit, dass der Preisdeckel im Oktober wieder ansteigen wird – auf etwa 1.762 Pfund für den typischen Haushalt.

Dame Clare Moriarty, Geschäftsführerin von Citizens Advice, betont, dass trotz des sinkenden Preislimits viele Bürger im Defizit bleiben oder es nicht schaffen, ihre wesentlichen Kosten zu decken. Die vom National Energy Action, einer Wohltätigkeitsorganisation gegen Brennstoffarmut, betroffene Anzahl von Haushalten, die mehr als 10 Prozent ihres Einkommens für Heizung ausgeben müssen, bleibt bei 5,6 Millionen.

Mit Blick auf die bevorstehenden allgemeinen Wahlen am 4. Juli, stellt die Energiepolitik ein wesentliches Konfliktthema zwischen den beiden großen Parteien dar, was die politische Debatte in dieser Saison prägen dürfte.