25. Februar, 2024

Politik

Entspannung auf Frankreichs Autobahnen: Bauern beenden Blockaden nach Regierungszusagen

Entspannung auf Frankreichs Autobahnen: Bauern beenden Blockaden nach Regierungszusagen

Nach einer Welle von Protesten, die Frankreichs Straßen in den Bann zogen, haben französische Landwirte ein Einlenken der Regierung bewirkt und daraufhin den Großteil ihrer Blockaden aufgehoben. Die Bauern, die zeitweise in tausendzahl auf den Autobahnen campierten, ließen sich von den verstärkten Hilfszusagen des Staates überzeugen. In eindrucksvollen Kolonnen bahnten sie sich den Weg zurück in ihre Dörfer, während die Verkehrsbetriebe mit Hochdruck daran arbeiteten, die letzten Hindernisse der Proteste zu räumen und die Fahrbahnen wieder passierbar zu machen.

Gabriel Attal, der frisch ernannte Premierminister Frankreichs, hat durch eine erhebliche Aufstockung der staatlichen Unterstützungsmaßnahmen auf 400 Millionen Euro entscheidend zur Beruhigung der verärgerten Landbevölkerung beigetragen. Ein besonderes Augenmerk legte seine Regierung dabei auf die finanzielle Entlastung von Viehzüchtern und Winzern, die sich mit Problemen wie Überproduktion und sinkender Nachfrage konfrontiert sehen.

Trotz des eindeutigen Signals der Regierung an den Agrarsektor blieb nicht jede Aktion der Bauern unbeantwortet. Einige Gruppen zeigten weiterhin ihren Unmut, wie in Anglet, wo Protestierende in einem Supermarkt gegen ausländische Waren vorgingen und diese demonstrativ aus den Regalen räumten.

Die Regierung sieht sich allerdings auch Kritik aus anderen Richtungen ausgesetzt. Umweltschutzverbände bemängeln, dass der Druck des Agrarsektors zu einer Verschiebung des Plans zur Reduktion des Pestizideinsatzes geführt hat – ein Schritt zurück, der erst 2030 erfolgen soll.

Mit der großangelegten Aktion gegen schwindende Einkünfte und als zu streng empfundene Vorschriften aus Brüssel hatten die Landwirte der Grande Nation ihrem Unmut deutlich Ausdruck verliehen und damit viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Nun scheint zumindest vorerst eine Atempause in Sicht, wenn auch die Frage nachhaltiger Lösungen für die Herausforderungen des ländlichen Sektors weiterhin in der Luft hängt.