22. Februar, 2024

Politik

Entscheidende Phase in den Nord Stream-Sabotageermittlungen

Entscheidende Phase in den Nord Stream-Sabotageermittlungen

Die Untersuchungen zur Sabotage der Ostsee-Pipelines Nord Stream 1 und 2 stehen vor einer bedeutenden Wende. Der schwedische Staatsanwalt Mats Ljungqvist, der für die Aufklärung des Falles verantwortlich ist, kündigte gegenüber der Zeitung 'Expressen' an, in den nächsten Tagen eine wichtige Entscheidung zu treffen. Während das genaue Datum noch ungewiss ist, bestätigte die schwedische Staatsanwaltschaft gegenüber der Deutschen Presse-Agentur die bevorstehende Entscheidung, die jedoch ausschließlich die schwedischen Ermittlungen betreffen wird.

Ljungqvist gab keine konkreten Details preis, wodurch offenbleibt, ob die Ermittlungen eingestellt, Anklage erhoben oder internationale Haftbefehle ausgestellt werden sollen. Die Ereignisse, die zur aktuellen Lage geführt haben, begannen am 26. September 2022 mit Explosionen nahe der dänischen Insel Bornholm, gefolgt von der Entdeckung von vier Lecks in den Nord Stream-Pipelines. Sprengstoffreste an verschiedenen Fremdkörpern bestätigten bereits im November des vergangenen Jahres den Verdacht auf Sabotage.

Ein jüngst verfasster gemeinsamer Brief der UN-Botschaften Deutschlands, Dänemarks und Schwedens an den Weltsicherheitsrat enthüllte die Entdeckung von Sprengstoffspuren auf einer verdächtigen Segeljacht, die möglicherweise zum Transport des Sprengstoffs benutzt wurde. Die Aufklärung des Falls, einschließlich der Identifizierung und Motivation der Täter – insbesondere die Frage, ob staatliche Akteure involviert sind – steht aber weiterhin aus, wie in dem Schreiben betont wurde.