19. April, 2024

Wirtschaft

Entlastungspaket enttäuscht die deutsche Industrie

Entlastungspaket enttäuscht die deutsche Industrie

Die Förderung der deutschen Wirtschaft kann nicht auf vollen Touren starten. Dieses Echo hallt durch die Korridore der Wirtschaftsverbände, nachdem die Nachricht über das im Bundesrat geschnürte Entlastungspaket die Runde machte. Tanja Gönner, die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), äußerte sich skeptisch über die steuerlichen Entlastungen, die das Wirtschaftswachstum spürbar ankurbeln sollten. Der Ruf nach einem stärkeren Wachstum wird somit nicht durch das aktuelle Paket erhört, das im legislativen Feinschliff seinen Biss verlor und eher einer milden Gabe gleicht, als einem wohlverdienten Lohn im Steuerwettlauf.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich beim Zentralverband des Deutschen Handwerks ab. In Zeiten wirtschaftlicher Turbulenzen ersehne man jede Form des Aufschwungs, doch das aktuelle Gesetz sei den Anforderungen nicht gewachsen, so der Tenor. Um die Wirtschaftsantriebe zu zünden, fordert der Handwerksverband eine schnelle Nachbesserung, die insbesondere den Mittelstand in den Fokus nimmt – nicht zuletzt durch einen einfacheren Umgang mit der Besteuerung von Überstunden.

Parallel dazu hat auch die Deutsche Industrie- und Handelskammer ihre Stimme erhoben. Sie mahnt zu einer eiligen Reformagenda und richtet ihre Hoffnungen auf Entlastungen, die nicht auf sich warten lassen und sich nahtlos in den betrieblichen Alltag integrieren lassen. Steuererleichterungen und der schlanke Bürokratieabbau stehen hierbei auf der Wunschliste, begleitet vom Ruf nach mehr Agilität, Flexibilität und Digitalisierung innerhalb der deutschen Wirtschaftsstruktur.