17. Januar, 2026

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EnBW stoppt ehrgeiziges Windkraftvorhaben in der Irischen See

Der in Karlsruhe ansässige Energieversorgungskonzern EnBW hat beschlossen, sich aus einem wesentlichen Windparkprojekt in der Irischen See zurückzuziehen, was zu einer unplanmäßigen Abwertung von 1,2 Milliarden Euro führen wird. Diese Entscheidung betrifft die Offshore-Windprojekte 'Morgan' und 'Mona' in Großbritannien, die kürzlich den Verlust staatlicher Unterstützung erlitten haben, ein Umstand, der maßgeblich zu diesem Entschluss beigetragen hat.

EnBW hat dargelegt, dass die wirtschaftliche Tragfähigkeit dieser Projekte nach unternehmensinternen Bewertungskriterien nicht mehr gegeben ist. Dies ist insbesondere auf äußere Umstände zurückzuführen, die sich dem Einfluss des Unternehmens entziehen. Verschlechterte Rahmenbedingungen, darunter erhebliche Kostensteigerungen in der Lieferkette, ansteigende Zinssätze und zusätzliche Risiken, die die Umsetzung der Vorhaben gefährden könnten, haben die Wirtschaftlichkeitsberechnungen negativ beeinflusst. Ursprünglich wurde das knapp drei Gigawatt große Projekt in Zusammenarbeit mit dem britischen Energieunternehmen BP ins Leben gerufen, nachdem beide Partner vor einigen Jahren den Zuschlag erhalten hatten.

Trotz dieses strategischen Rückzugs bleibt EnBW optimistisch in Bezug auf die Finanzprognose für das Jahr 2025. Das Unternehmen bekräftigt, dass der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) unverändert in der Spanne von 4,8 Milliarden bis 5,3 Milliarden Euro liegen soll. Diese Prognosen basieren auf der Annahme, dass andere Geschäftsbereiche des Unternehmens weiterhin stabil operieren und somit zur Bilanzierungssicherheit beitragen. EnBW setzt darauf, durch eine Diversifizierung seiner Energieprojekte langfristig attraktive Renditen zu erwirtschaften und an seinen Zielen im Bereich der nachhaltigen Energieversorgung festzuhalten.