27. Mai, 2024

Wirtschaft

Eisliebe leicht abgekühlt: Deutscher Pro-Kopf-Verbrauch sinkt marginal

Eisliebe leicht abgekühlt: Deutscher Pro-Kopf-Verbrauch sinkt marginal

Der Appetit auf Eiscreme in Deutschland hat im Vorjahr eine geringfügige Delle erfahren. Nach Informationen des Eis Info Service (E.I.S.) des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie haben die Deutschen pro Kopf etwas weniger der kühlen Spezialität konsumiert. Der Verbrauch reduzierte sich von 8,1 Litern im Vorjahr auf 7,9 Liter pro Person. Diese Zahl umfasst sowohl industriell erzeugte Eiskreationen, die mit 6,4 Litern den Großteil ausmachen, als auch eine Schätzung für das in Eisdielen handwerklich hergestellte sowie das beliebte Soft-Eis, welches zusammen auf 1,5 Liter kommt.

Der leichte Rückgang im Eisverbrauch wird maßgeblich mit der zügelnden Wirkung der Inflation sowie einem wetterbedingt ungenügenden Sommer verbunden. Insbesondere die eher niederschlagsreichen Monate Juli und August trugen zu dem Absatzrückgang bei, während ein unbeständiges Frühjahr ebenfalls keine ideale Vorlage für den Eisgenuss lieferte. Erst sonnige Septemberwochen konnten ein wenig Sommerfeeling zurückbringen und die Eiscreme-Liebhaber erfreuen.

Die Eisbranche musste sich jedoch mit gestiegenen Kosten auseinandersetzen, die von der Rohware über das Personal bis hin zu Energie, Verpackung und Logistik spürbar waren. Diese Kostensteigerungen wurden in Form höherer Verbraucherpreise weitergegeben, was paradoxerweise den Umsatz der industriellen Hersteller von Speiseeis trotz des niedrigeren Absatzes ansteigen ließ. Letztendlich verzeichneten diese einen Umsatzzuwachs von beachtlichen 10,5 Prozent, was in Zahlen einen Gesamtumsatz von 2,94 Milliarden Euro bedeutet.