25. Februar, 2024

Wirtschaft

Einigung im Tarifstreit: Medizinisches Praxispersonal legt Warnstreiks auf Eis

Einigung im Tarifstreit: Medizinisches Praxispersonal legt Warnstreiks auf Eis

Die Wogen im Tarifstreit um die Bezahlung und Arbeitsbedingungen des medizinischen Praxispersonals haben sich vorerst geglättet. Nach intensiven Verhandlungen und einer ersten Arbeitsniederlegung, an der rund 2000 Medizinische Fachangestellte teilnahmen, kündigten die Tarifparteien am Donnerstag an, zu einer Einigung gekommen zu sein. Die Bemühungen, die Gehälter anzuheben und die Arbeitskonditionen zu verbessern, scheinen Früchte getragen zu haben. Das Praxispersonal folgte früher in der Woche dem Aufruf des Verbands medizinischer Fachberufe zu einem Warnstreik, um ihren Anliegen in puncto Vergütung und Arbeitssituation stärkeres Gehör zu verschaffen. Offenbar war dies ein notwendiger Schritt, da beide Seiten – nach vier Verhandlungsrunden – eine Verständigung erreichen konnten, die nun von den zuständigen Instanzen abgesegnet werden muss. Die Details der Vereinbarung werden bis zum Ende der Erklärungsfrist am 16. Februar unter Verschluss gehalten. Sollte alles nach Plan verlaufen, markiert das Ende der Streiks einen Wendepunkt in der Anerkennung und Wertschätzung des vitalen Beitrags, den medizinisches Fachpersonal im Gesundheitssystem leistet. Der Ton der Gespräche, beschrieben als konstruktiv und auf Kompromiss ausgerichtet, lässt auf einen signifikanten Fortschritt hoffen. Hannelore König, Präsidentin des Verbands medizinischer Fachberufe, äußerte Zufriedenheit über die öffentliche Resonanz, die die Initiative ausgelöst hat. Ihr Verband hatte Geschichte geschrieben, indem er erstmals national zu Streiks aufgerufen hatte. Solidarität erhielt das Praxispersonal auch aus Reihen diverser Ärzteverbände, die nicht nur moralisch, sondern auch politisch und finanziell auf eine Ausbalancierung der Personalkosten durch Politik und Krankenkassen drängten.