23. Juni, 2024

Wirtschaft

Ein kritischer Blick auf den Wechsel: Adidas äußert sich zur neuen DFB-Kooperation mit Nike

Ein kritischer Blick auf den Wechsel: Adidas äußert sich zur neuen DFB-Kooperation mit Nike

Adidas-CEO Björn Gulden hat sein Bedauern über die Vorgehensweise des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) beim Wechsel des Ausrüsters geäußert. In einem Gespräch mit der 'Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung' hob der 59-Jährige hervor, dass er sich einen Dialog mit dem DFB gewünscht hätte, bevor der Verband sich entschied, den amerikanischen Sportartikelhersteller Nike zu favorisieren. Adidas habe lediglich die Möglichkeit gehabt, ein einmaliges Angebot vorzulegen, woraufhin eine weitere Verhandlungsmöglichkeit nicht gegeben war. Dies sei ungewöhnlich in der Branche, so Gulden.

Adidas zahlte bislang jährlich rund 50 Millionen Euro, während Nike Berichten zufolge das Doppelte geboten hat. Gulden zeigte Verständnis für diese Veränderung und betonte, dass er den von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck ins Spiel gebrachten 'mangelnden Standortpatriotismus' nicht als Problem sehe.

'Wir haben eine freie Wirtschaft, man darf sich das Paket aussuchen, das finanziell passt. Deshalb ist das Endergebnis für uns auch völlig okay. Und wenn der DFB demnächst wirklich so viel Geld bekommt, dann Hut ab', erklärte Gulden. Gleichzeitig fügte er hinzu: 'Wir hätten so viel jedenfalls nicht geboten.'