21. Juni, 2024

Wirtschaft

Eiffelturm-Tickets teurer: Paris bereitet sich auf Olympia vor

Eiffelturm-Tickets teurer: Paris bereitet sich auf Olympia vor

In Vorfreude auf die Olympischen Spiele in Paris erfährt der Besuch des Eiffelturms eine deutliche Preissteigerung. Der Eiffelturm, Symbol der französischen Hauptstadt und Magnet für Touristen aus aller Welt, passt seine Eintrittsgelder spürbar nach oben an. Ab Mitte Juni betragen die Kosten für eine Auffahrt mit dem Aufzug auf die Spitze des Turms dann stolze 35,30 Euro - eine Preissteigerung um 20 Prozent gegenüber dem bisherigen Tarif von 29,40 Euro. Selbst die sportlich Ambitionierten, die die Stufen bis zur zweiten Etage erklimmen möchten, werden tiefer in die Tasche greifen müssen: Hier steigt der Preis von 10 Euro auf 14,20 Euro.

Die Gründe für diese finanzielle Weichenstellung liegen sowohl in den vergangenen Einbußen durch die Pandemie als auch in den Anforderungen der Instandhaltung des 135 Jahre alten Eisenwerks, das liebevoll als 'dame de fer' bezeichnet wird. Die Besucherzahlen aus dem letzten Jahr zeigen mit 6,3 Millionen Gästen eine Steigerung von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr, wobei besonders viele Besucher aus Deutschland kommen. Dennoch wiegen diese Zahlen die Verluste von über 100 Millionen Euro in der Pandemie nicht auf, die teilweise von der Stadt Paris abgefangen wurden.

In Hinblick auf die Farbbehandlung des Turms hat man darüber hinaus mit unvorhergesehenen Herausforderungen zu kämpfen. Der 21. Anstrich wurde durch die Entdeckung von giftigem Blei in alten Farbschichten erschwert - eine Operation, die allein schon durch die Notwendigkeit, rund 60 Tonnen Farbe zu verarbeiten, immens ist.

Die Erhöhung der Ticketpreise ist nicht die einzige Maßnahme, die Paris im Rahmen der Olympischen Spiele vom 26. Juli bis zum 11. August trifft. Hotels und Privatquartiere erhöhen die Preise und auch die Pariser Verkehrsbetriebe passen ihre Tarife für Metro- und Busfahrten an. Diese temporären Preisaufschläge sollen zusätzliche Angebote finanzieren. Nicht zuletzt auf Druck der Beschäftigten wird eine Prämie für die Arbeit während der Spiele eingeführt, die ebenfalls finanziert werden muss.