24. Mai, 2024

Politik

Effizienzsteigerung im Asylverfahren: Schweiz meldet signifikanten Rückgang von Anträgen aus Nordafrika

Effizienzsteigerung im Asylverfahren: Schweiz meldet signifikanten Rückgang von Anträgen aus Nordafrika

Eine markante Effizienzsteigerung in der Bearbeitung von Asylgesuchen kann die Schweiz nach Implementierung des 24-Stunden-Schnellverfahrens für nordafrikanische Staaten verkünden. Ein Bericht des Staatssekretariats für Migration (SEM) offenbart, dass die Anträge aus Marokko, Algerien, Tunesien und Libyen um 40 Prozent abnahmen, seit das Verfahren vor einem halben Jahr erstmalig in Zürich angewandt wurde und nun schweizweit zum Einsatz kommt.

Das in Bern ansässige SEM teilte weiter mit, dass die Bewilligungsquote für Asyl bei lediglich einem Prozent der Antragsteller aus den besagten Ländern liegt. Durch die beschleunigten Prozesse werden die Asylstrukturen vor übermäßigen Belastungen durch offensichtlich unbegründete Anträge geschützt. Die Daten zeigen, dass bei nahezu der Hälfte der 413 geprüften Gesuche das Verfahren eingestellt wurde, da Betroffene entweder die Unterkünfte verließen oder ihre Kooperationspflichten nicht erfüllten. Etwa 100 Personen wurden außer Landes verwiesen, da andere europäische Länder für ihre Anträge zuständig waren. Des Weiteren wurden in 31 Fällen die Asylanträge negiert und keinem der Antragsteller Asyl zugesprochen. Gegen 14 ablehnende Bescheide wurden Beschwerden eingelegt, die jedoch vom Bundesverwaltungsgericht bestätigt wurden.

Die konsequente Anwendung des Schnellverfahrens manifestiert die Zielsetzung der Schweizer Migrationspolitik, faire und zeitnahe Asylentscheidungen zu gewährleisten, die der individuellen Situation der Antragsteller gerecht werden und gleichzeitig die öffentlichen Ressourcen schonen.