29. Januar, 2026

Quartalszahlen

Easyjet-Bilanz: Hoher Verlust im Winter, doch Rekordbuchungen machen Hoffnung

Der britische Billigflieger verzeichnet durch die Italien-Expansion rote Zahlen im ersten Quartal. Dennoch signalisieren die Pauschalreisesparte und die aktuelle Buchungslage eine starke Erholung für den Sommer.

Easyjet-Bilanz: Hoher Verlust im Winter, doch Rekordbuchungen machen Hoffnung
Die Expansion kostet Geld: Easyjet weitet Verlust aus. Warum Anleger wegen der Pauschalreisen dennoch zuversichtlich bleiben.

Die aggressive Expansion in Italien fordert ihren Tribut in der Quartalsbilanz

Easyjet muss zum Start in das neue Geschäftsjahr einen ausgeweiteten operativen Verlust hinnehmen. Konkret stieg das Minus in den drei Monaten bis Ende Dezember auf 76 Millionen Pfund, verglichen mit 40 Millionen Pfund im Vorjahreszeitraum. Das erste Geschäftsquartal ist in der Luftfahrtbranche saisonal bedingt oft schwächer, doch der Anstieg der Verluste ist signifikant.

Haupttreiber dieser Entwicklung ist die strategische Entscheidung, die Marktpräsenz an italienischen Flughäfen massiv auszubauen. Diese Investitionskosten belasten kurzfristig die Bilanz und drücken das operative Ergebnis, sollen jedoch langfristig Marktanteile in Südeuropa sichern.

Die Pauschalreisesparte erweist sich als profitabler Stabilitätsanker im Portfolio

Trotz der winterlichen Schwächephase im reinen Fluggeschäft liefert die Sparte 'Easyjet Holidays' beeindruckende Zahlen. Ein Kundenzuwachs von 20 Prozent spülte einen Vorsteuergewinn von 50 Millionen Pfund in die Kassen des Konzerns.

Dieser Geschäftsbereich kompensiert teilweise die saisonalen Schwankungen und die Expansionskosten. Die Strategie, nicht nur Flüge, sondern komplette Urlaubspakete zu verkaufen, erweist sich damit als robuster Ertragsbringer in einem volatilen Marktumfeld.

Rekordbuchungen im Januar deuten auf ein aussergewöhnlich starkes Sommergeschäft hin

Der Ausblick des Managements bleibt trotz der aktuellen operativen Verluste dezidiert optimistisch. Im Januar, einer traditionell kritischen Buchungsphase für die kommende Saison, verzeichnete die Airline historische Höchstwerte bei Volumen und Umsatz.

Die Nachfragekurve zeigt steil nach oben: Besonders die Buchungen für den Sommer 2026 ziehen bereits jetzt merklich an. Diese Forward-Bookings untermauern die Zuversicht der Unternehmensführung, dass die aktuellen Investitionskosten durch kommende Erträge überkompensiert werden.

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