19. Mai, 2024

Wirtschaft

Düngerkonzern K+S blickt optimistisch in die Zukunft trotz ungewisser Marktbedingungen

Düngerkonzern K+S blickt optimistisch in die Zukunft trotz ungewisser Marktbedingungen

Der Düngermittelproduzent K+S richtet seinen Blick nach vorn und zeigt sich bei der Vorstellung seiner endgültigen Geschäftsergebnisse für das erste Quartal von einer optimistischen Seite. Das Management betonte, dass die Wahrscheinlichkeit des Erreichens des unteren Rands der Jahresgewinnprognose abgenommen hat, allerdings ohne die Persistenz gewisser Marktunsicherheiten zu negieren.

Die im MDax notierte Gesellschaft überraschte bereits Ende April mit vorläufigen Quartalszahlen, die einen unerwartet hohen operativen Gewinn sowie freien Finanzmittelfluss verzeichneten. Dieses positive Bild wurde nun im Rahmen der aktuellen Bilanzvorstellung bestätigt. Zu Beginn des Jahres profitierte das Unternehmen von einem erhöhten Anteil spezialisierter Produkte im europäischen Markt, die zu höheren Preisen veräußert werden können als Standardprodukte insbesondere im wichtigen brasilianischen Markt. Allerdings könnte im weiteren Jahresverlauf eine Verschiebung hinsichtlich des Preisniveaus bei Überseelieferungen stattfinden, wie K+S mit Blick auf die strategische Ausrichtung betont.

Der Quartalsumsatz sank im direkten Jahresvergleich um 18 Prozent auf 988 Millionen Euro, was unter anderem an niedrigeren Preisen im Düngergeschäft lag. Obwohl höhere Preise und Verkaufsmengen im Geschäft mit Auftausalz als positive Impulse wirkten, konnte dies das Defizit nicht gänzlich kompensieren. Das Ebitda nahm entsprechend ab, fiel jedoch vor dem Hintergrund eines außergewöhnlich hohen Vorjahresergbnisses weniger dramatisch aus. Der den Anteilseignern zustehende Gewinn reduzierte sich auf 18,6 Millionen Euro, nach einem Vorjahreswert von 263,4 Millionen Euro.

Unter der Führung des Vorstandsvorsitzenden Burkhard Lohr prognostiziert K+S für das Jahr 2024 ein operatives Ergebnis zwischen 500 und 650 Millionen Euro sowie einen weiterhin mindestens ausgeglichenen freien Finanzmittelfluss, nachdem im ersten Quartal ein Wert von etwa 111 Millionen Euro erwirtschaftet wurde.

Die Bewertung der zukünftigen Entwicklungen steht insbesondere im Kontext anstehender Kali-Lieferverträge mit Großabnehmern wie Indien und speziell China, da diese Verträge richtungsweisend für die internationale Preisgestaltung sind. Dies macht die Vertragsabschlüsse zu einem entscheidenden Faktor für die Branche.

Nach der Veröffentlichung vorläufiger Quartalszahlen Ende April erlebte die K+S-Aktie einen Kursaufschwung, gefolgt von einem Rückgang, sodass sich der Aktienwert seit Mitte März vorwiegend zwischen 13,40 und 14,20 Euro bewegt. Für das Jahr 2024 steht bisher ein leichtes Minus zu Buche. Am Montagmorgen deuteten vorbörsliche Indikatoren auf moderate Kursgewinne hin, die sich um die Marke von 14 Euro bewegten.