17. Juli, 2024

Technologie

Drohnen üben weiterhin Druck auf deutschen Luftverkehr aus

Drohnen üben weiterhin Druck auf deutschen Luftverkehr aus

Im ersten Halbjahr dieses Jahres wurden im deutschen Luftraum insgesamt 75 gemeldete Behinderungen durch Drohnen verzeichnet, nahezu identisch mit den 72 Vorfällen im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das gab die Deutsche Flugsicherung (DFS) auf Anfrage bekannt. Im gesamten letzten Jahr summierten sich die Vorfälle auf 151.

Bemerkenswert ist, dass sich in diesem Jahr 77 Prozent der Behinderungen im Großraum von Flughäfen ereigneten. Mit zehn Ereignissen liegt der Frankfurter Flughafen an der Spitze, gefolgt von Berlin mit neun und Köln/Bonn mit sieben Meldungen. Hamburg und Düsseldorf verzeichnen sechs respektive fünf Vorfälle.

Sichtungen von Drohnen können erhebliche Auswirkungen haben. Laut einer Stellungnahme der DFS kann der An- und Abflugbetrieb an Flughäfen eingestellt werden, vor allem wenn Drohnen im Anflugbereich gesichtet werden. Bereits bei einer ersten Sichtung geht die Flugsicherung von einer Beeinträchtigung des regulären Flugverkehrs aus, da sowohl Lotsen als auch Piloten abgelenkt werden könnten. Die meisten Meldungen stammen daher direkt von ihnen.

In Deutschland gilt ein strenges Verbot für Drohnenflüge in der Nähe von Start- und Landebereichen an Flughäfen. Es muss ein Mindestabstand von 1,5 Kilometern eingehalten werden. Die rechtlichen Konsequenzen sind schwerwiegend: Drohnenflüge an Flughäfen gelten als gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr und können mit Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren geahndet werden.