01. Mai, 2026

Politik

Drei Opfer des Gaza-Angriffs durch Israel identifiziert und geborgen

Drei Opfer des Gaza-Angriffs durch Israel identifiziert und geborgen

Die traurige Gewissheit kam nach monatelanger Ungewissheit: Die israelischen Streitkräfte haben nach eigener Aussage die sterblichen Überreste der deutsch-israelischen Shani Louk im Gazastreifen aufgefunden. Wie Armeesprecher Daniel Hagari informierte, wurde Louk, die während eines Terrorangriffs der Hamas am 7. Oktober entführt worden war, tot aufgefunden. Sie war unter den Besuchern des Supernova-Festivals im südlichen Israel, als der Angriff stattfand.

In derselben Aktion konnte die Armee weitere zwei Leichname lokalisieren, die ebenfalls auf dem Musikfestival entlebten. Hagari enthüllte, dass sie alle während des Festivals ermordet wurden und die Überreste dank eines koordinierten Einsatzes von Armee und Schin Bet basierend auf Geheimdienstinformationen geborgen werden konnten. Über den exakten Fundort der Toten wurden keine Angaben gemacht. Die Angehörigen der Getöteten seien nach der Identifizierung in Kenntnis gesetzt worden. Hagari betonte, man werde nicht nachlassen, bis alle Gefangenen heimgeholt seien.

Nissim Louk, Vater der 22-jährigen Shani, äußerte sich im Gespräch mit Channel 13 erleichtert über die Rückführung: "Es ist ein Geschenk, jetzt Gewissheit zu haben und Shani in Frieden bestatten zu können." Die Familie war am Morgen darüber informiert worden, dass Shanis Leiche sich in einem tiefliegenden, kühlen Tunnel im nördlichen Gazastreifen fand und trotz der Umstände in gutem Zustand erhalten war. Herr Louk erinnerte sich bewegt an die positive Aura seiner Tochter.

Die Hoffnungen, Shani könne noch am Leben sein, hatten ihre Familie bereits zuvor aufgegeben. Über das Schicksal der anderen beiden Gefangenen herrschte lange Zeit Unsicherheit. Eine Splitterverletzung am Schädelknochen und eine daraus resultierende DNA-Analyse ließen die Mutter Ricarda Louk das Schlimmste ahnen.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu zeigte sich auf der sozialen Plattform X emotional betroffen und kondolierte den Familien der Opfer. Er bekräftigte sein Versprechen, alle Gefangenen zu repatriieren.

Das Forum der Angehörigen sprach von tiefer Trauer und gebeugten Herzen nach dem Verlust von Shani Louk, Amit Buskila und Itzik Gelernter. Es appelliert daran, sämtliche Gefangenen heimzuholen – für die Lebenden zu ihrer Heilung und die Verstorbenen zu einem respektvollen Begräbnis.

Die Ereignisse des 7. Oktober 2023 und die damit verbundene Entführung von rund 250 Menschen haben innerhalb Israels zu einem schweren Konflikt geführt. Noch ist unklar, ob weitere Geiseln leben. Erst jüngst konnten die sterblichen Überreste zweier thailändischer Landarbeiter aus den Händen ihrer Mörder befreit werden.