28. Februar, 2024

Wirtschaft

Douglas plant glänzendes Börsen-Comeback vor Ostern

Douglas plant glänzendes Börsen-Comeback vor Ostern

Ein Duft von Optimismus weht durch die Finanzwelt: Die traditionsreiche Parfümeriekette Douglas visiert eine triumphale Rückkehr auf das Parkett an. In Kennerkreisen munkelt man, eine offizielle Ankündigung des Börsengangs könne bereits im Laufe des Februars erfolgen. Angesichts dieser Neuigkeiten dürfte das Unternehmen, sollte alles glattlaufen, seine Wertpapiere schon vor den Feiertagen im Frühling zur Zierde des Marktes anbieten.

Dem Vernehmen nach plant Douglas, frisches Kapital von etwa einer Milliarde Euro zu generieren. Das ehrgeizige Vorhaben wird von der dynamischen Vergangenheit des Unternehmens begünstigt. Nachdem Douglas 2013 von seinen Hauptaktionären, dem Finanzinvestor Advent und der gründenden Familie Kreke, von der Börse genommen wurde, um sich neu aufzustellen, erstrahlt die Parfümeriekette heute in vollem Glanz.

Die Geschäftsleistung spricht für sich: Marktführerschaft kombiniert mit robustem Wachstum und einer starken Profitabilität - Attribute, die bei Anlegern für leuchtende Augen sorgen. Doch die Voraussetzungen für einen erfolgreichen IPO sind nicht nur unternehmensinterner Natur. Die allgemeine Marktlage muss mitspielen und wird von Entscheidungsträgern argusäugig beobachtet.

Volker Bosse von der Baader Bank illustriert die Situation treffend. Eine konjunkturfreundliche Konstellation, frei von geopolitischen Spannungen und Krisen, ist für das Gelingen des Börsengangs ausschlaggebend. Neue Unruhen würden die Marktstimmung empfindlich treffen – für Douglas also keine wünschenswerten Bedingungen.

Nichtsdestotrotz bestehen für Douglas nach Bosse's Einschätzung sehr gute Chancen, beim zweiten Anlauf die Börsenherzen zu erobern. Die Rückbesinnung auf Kernelemente, die erfolgreiche Erweiterung des Onlinesegments und eine kluge Portfolioaufstellung zeichnen Douglas heute aus – und dies alles trotz der allgemein verhaltenen Konsumstimmung.

Unternehmerischer Erfolg manifestierte sich zuletzt in außergewöhnlichen Geschäftszahlen: Ein Umsatzanstieg auf rekordverdächtige vier Milliarden Euro und Nettoergebnisse, die schwarze Zahlen schreiben, zeugen von einer beachtlichen Widerstandsfähigkeit. Douglas steckt sich hohe Ziele und visiert fünf Milliarden Euro Umsatz bis 2026 an. Im Zuge der Expansion sind neue Filialen vorgesehen, speziell in Mittelosteuropa. Dies steht in bemerkenswertem Kontrast zur Coronakrise, die harte Entscheidungen hinsichtlich des Filialnetzes erforderte.

Die geplante Rückkehr an die Börse markiert einen Wendepunkt für Douglas – nach einer zögerlichen Absage 2015 und den jüngsten Turbulenzen. Mit neuem Elan und einer Vertriebsstrategie, die auch verstärkt das Internet ins Visier nimmt, steht Douglas an der Schwelle zu einem neuen Kapitel.