21. Juni, 2024

Politik

Donau-Pegel erreicht kritischen Stand: Regensburg ruft Katastrophenfall aus

Donau-Pegel erreicht kritischen Stand: Regensburg ruft Katastrophenfall aus

Der kontinuierliche Anstieg des Donaupegels hat Regensburg dazu gezwungen, den Katastrophenfall zu erklären. Die Wasserhöhe am Messpunkt Eiserne Brücke erklomm in den frühen Morgenstunden die Marke von 5,80 Meter. Um 7:00 Uhr meldete der Hochwassernachrichtendienst Bayern bereits 5,90 Meter. Letzte Woche Dienstag lag der Pegelstand durchschnittlich noch bei rund 2,70 Metern. Zum Vergleich: Beim Hochwasser vom 4. Juni 2013 wurden 6,82 Meter gemessen.

Nach tagelangen Regenfällen musste am Wochenende in zahlreichen bayerischen Landkreisen und Städten der Katastrophenfall ausgerufen werden. Überschwemmte Flüsse und Bäche zwangen Tausende Menschen zur Evakuierung ihrer Häuser. Zehntausende Helfer sind im Einsatz gegen die Wassermassen.

Der Hochwassernachrichtendienst Bayern berichtet von einer langsamen Beruhigung an den Zuflüssen zur Donau, die Höchststände scheinen vielerorts erreicht. Allerdings sind nun die Donau und deren Hauptflussstrecken betroffen. Laut aktuellem Lagebericht ist die höchste Hochwasserwarnstufe vier bereits entlang der Strecke von Regensburg bis Straubing aktiviert worden. Auch in Passau soll dieser Stand bis Montagabend erreicht werden. Für Donauwörth berechnen die Experten den Hochwasserscheitel am Montagnachmittag. In Kehlheim wird ein Pegel in Höhe eines 20-jährlichen Hochwassers für den Tagesverlauf prognostiziert.

Der Deutsche Wetterdienst hat weitere Schauer, schauerartigen Regen und teils schwere Gewitter für den Bereich südlich der Donau und den Bayerischen Wald angekündigt. Auch heftiger Starkregen sei erneut möglich.