14. April, 2024

Märkte

Dollarstärke setzt Rohölpreise unter Druck

Dollarstärke setzt Rohölpreise unter Druck

Die Rohstoffmärkte zeigen sich wetterfühlig gegenüber Währungsschwankungen: Unter dem Einfluss eines erstarkenden US-Dollars haben die Ölpreise am aktuellen Handelstag einen Rückgang zu verzeichnen. Für ein Fass der referenzgebenden Nordseesorte Brent mit Liefertermin im Mai wurden 85,26 US-Dollar notiert; ein Abschlag von 52 Cent im Vergleich zum Vortag. West Texas Intermediate, die Leitsorte der Vereinigten Staaten, verbuchte ebenfalls eine negative Kursentwicklung und gab um 49 Cent nach – pro Fass wurden 80,58 Dollar fällig.

Die Entwicklung des Wechselkurses des Dollar spielt für den Ölmarkt eine signifikante Rolle, da der Handel von Rohöl üblicherweise in der Leitwährung Dollar abgewickelt wird. Ein starker Dollar verwandelt sich demnach in einen erhöhten Kostendruck für Käufer mit anderen Währungen. Diese Dynamik ist aktuell befeuert durch Marktprognosen, die auf eine weniger rasante Abkehr der US-Notenbank von ihrer restriktiven Finanzpolitik hindeuten. Eine anhaltende Straffung der Geldpolitik wird als Treiber für eine aufwertende US-Währung gesehen.

Dennoch erhält der Ölmarkt Aufschwünge durch andere Faktoren: Die Produktionsbeschränkungen der Opec+ Staaten, politische Spannungen auf internationaler Ebene und eine straffer werdende Versorgungslage in den USA, ablesbar an sinkenden Reserven, schaffen potenzielle Preisauftriebe. Diesen stehen jedoch konjunkturbedingt schwächer werdende Nachfragesignale gegenüber, die preisdämpfend wirken könnten.