29. Februar, 2024

Wirtschaft

Disney nimmt Fahrt auf: Streaming-Verluste gedrosselt, Freizeitparks boomen

Disney nimmt Fahrt auf: Streaming-Verluste gedrosselt, Freizeitparks boomen

Im Schatten des ehrwürdigen Königreichs der Unterhaltungsgiganten hat Disney seine finanzielle Landschaft neu geordnet und setzt ein ermutigendes Zeichen in seinem ambitionierten Streaming-Abenteuer. Der Betreiber der ikonischen Parks und Schöpfer unvergesslicher Filmklassiker hat im vergangenen Quartal einen bedeutsamen Rückgang der Verluste in seiner Streaming-Division verzeichnet. Die Sparte, Heimat von Angeboten wie Disney+ und ESPN+, konnte den operativen Verlust von über einer Milliarde Dollar auf 216 Millionen Dollar drastisch reduzieren.

Dieser Erfolg wurde von dem robusten Wachstum in den Segmenten der Freizeitparks und Kreuzfahrten begleitet, was einmal mehr die Diversität des Disney-Imperiums hervorhebt. Gleichwohl ruhen die Augen der Investoren fixiert auf der Transformation im Bereich der medialen Inhalte. In dieser Ära des Umschwungs sehen wir das traditionelle Kabel-TV, welches lange Zeit als Stützpfeiler des Finanzerfolgs galt, allmählich schrumpfen. Die Zuschauer suchen ihr Sehvergnügen vermehrt im Streaming, eine Entwicklung, die auch Disney dazu veranlasste, ein eigenes Angebot ins Leben zu rufen und es damit mit Platzhirschen wie Netflix aufzunehmen.

Die Quartalsbilanz offenbart ein zwiespältiges Bild: Während die Einnahmen aus dem Kabelgeschäft um 12 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar zurückgingen, verzeichnete der Bereich trotzdem einen stattlichen operativen Gewinn von 1,24 Milliarden Dollar, wenngleich sieben Prozent unter dem Vorjahr. Parallel dazu legte das Streaming-Segment um 14 Prozent zu und erwirtschaftete einen Umsatz von 6 Milliarden Dollar. Interessant dabei ist der marginale Rückgang der Disney+-Kernabonnenten um ein Prozent auf 111,3 Millionen.

Disney-CEO Bob Iger blickt gleichwohl strategisch in die Zukunft und kündigte eine stattliche Investition von 1,5 Milliarden Dollar in die Gaming-Branche an. Dies soll in eine enge Zusammenarbeit mit Epic Games münden, um das 'Fortnite'-Universum mit Disney's charakteristischer Magie zu durchdringen – ein Vorhaben, das einige Jahre beanspruchen dürfte. Trotz aller Investitionen präsentierte sich der Konzernumsatz mit 23,5 Milliarden Dollar stabil, während der Nettoquartalsgewinn einen Sprung von 1,28 auf 1,9 Milliarden Dollar vollzog. Diese Zahlen ließen die Disney-Aktie im nachbörslichen Handel um annährend sieben Prozent ansteigen.