13. April, 2024

Technologie

Digitalisierte Zustellung: Braunschweiger Forscher präsentieren autonome Lieferroboter

Digitalisierte Zustellung: Braunschweiger Forscher präsentieren autonome Lieferroboter

In der stetigen Evolution der Zustelllogistik könnten Roboterbasierte Lieferdienste schon bald eine größere Rolle spielen. So präsentierten Wissenschaftler in Braunschweig jüngst zwei vernetzte autonome Fahrzeuge, die als Team funktionieren: Ein geräumiges Fahrzeug dient dabei als mobiles Depot, aus dem ein kleinerer Roboter einzelne Pakete entnimmt und diese direkt an die Empfänger transportiert. Kommt der Zustellroboter an, erfolgt die Benachrichtigung des Kunden nicht durch das übliche Klingeln, sondern via SMS.

Das innovatives Projekt unter Beteiligung der Technischen Universität Braunschweig zielt darauf ab, die 'letzte Meile' auf dem Weg zum Paketempfänger komplett zu automatisieren und dadurch signifikant Kosten einzusparen. Die Visionäre dieser Technologie planen vor allem in städtischen Ballungsgebieten ihre Anwendung, wo ein besonders hohes Paketaufkommen die Urbane Logistik herausfordert.

Trotz erfolgreicher Testläufe in der Region Barcelona und in Ungarn, ist der reguläre Einsatz dieser autonomen Liefervehikel noch Zukunftsmusik. Der Verantwortliche der Universität, Torben Hegerhorst, schätzt das Zeitfenster bis zur Einführung im Alltagsbetrieb auf fünf bis zehn Jahre.

Der Onlinehandel boomt und mit ihm die Menge zu befördernder Pakete. Während die Logistikbranche einen wachsenden Bedarf an Arbeitskräften verzeichnet, sind Experimente mit Zustellrobotern keine Neuheit, blieben jedoch bisher ohne breite Marktumsetzung. Marten Bosselmann, Vertreter des Branchenverbandes Biek, betrachtet derartige Entwicklungen zwar als prinzipiell vorteilhaft, jedoch seien pragmatische und ökonomisch tragfähige Anwendungsfälle in naher Zukunft noch eher unwahrscheinlich.