Das operative Ergebnis springt im ersten Quartal zweistellig nach oben
SCHOTT Pharma liefert einen Auftakt nach Maß. Die Mainzer haben heute Zahlen für das erste Quartal vorgelegt, die das Vertrauen der Anleger massiv stärken dürften. Die Aktie reagierte bereits mit deutlichen Aufschlägen.
Das operative Ergebnis (EBITDA) kletterte im Zeitraum Oktober bis Dezember um beachtliche 11,1 Prozent auf 65,2 Millionen Euro. Damit demonstriert das Unternehmen eine eindrucksvolle Profitabilität in einem volatilen Marktumfeld.
Besonders brisant für Analysten ist die Margenentwicklung: Mit einer Verbesserung um 1,7 Punkte auf 27,1 Prozent liegt die EBITDA-Marge bereits jetzt auf dem Niveau, das eigentlich erst für das Gesamtjahr 2025/26 als Zielmarke ausgegeben wurde.

Der Vorstandschef zeigt sich von der Dynamik positiv überrascht
„Das erste Quartal verlief sowohl beim Umsatz als auch beim Ertrag besser als ursprünglich erwartet“, so Andreas Reisse, CEO von SCHOTT Pharma.
Diese Aussage untermauert die operative Stärke des Konzerns zum Jahresstart.
Reisse betont zudem, dass die stärkere Nachfrage breitflächig über das gesamte Portfolio hinweg zu erkennen sei. Dies deutet auf eine nachhaltige Erholung der Auftragsbücher hin.
Hochwertige Lösungen und Glasprodukte treiben das Wachstum an
Der Umsatz stieg nominell um 3,8 Prozent auf 240,2 Millionen Euro. Währungsbereinigt liegt das Plus sogar bei soliden 4,8 Prozent, was die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells unterstreicht.
Wachstumstreiber Nummer eins bleibt das Segment Drug Containment Solutions, das Fläschchen und Ampullen liefert. Hier verzeichnete der Konzern ein starkes währungsbereinigtes Plus von 9,4 Prozent.
Ein kleinerer Wermutstropfen bleibt das Segment Drug Delivery Systems (Spritzen). Hier war die Entwicklung mit minus 0,8 Prozent leicht rückläufig. Entscheidend für die Profitabilität ist jedoch der Anteil der margenstarken High Value Solutions, der nun bei dominanten 57 Prozent am Gesamtumsatz liegt.
Die Jahresprognose wird trotz globaler Unsicherheiten bestätigt
Angesichts des starken Starts hält das Management an der Guidance fest. Für das Gesamtjahr wird währungsbereinigt weiterhin mit einem Umsatzwachstum zwischen 2 und 5 Prozent gerechnet.
Die Bestätigung der Prognose in Kombination mit der bereits erreichten Zielmarge sendet ein klares Signal der Stabilität an den Kapitalmarkt. Investoren werten den Margensprung als Indikator für operative Effizienz.


