17. Juli, 2024

Wirtschaft

Diehl verbucht beachtliches Umsatzplus dank Luftabwehrsystem Iris-T

Diehl verbucht beachtliches Umsatzplus dank Luftabwehrsystem Iris-T

Der Nürnberger Mischkonzern Diehl verzeichnete 2023 ein beeindruckendes Wachstum, angetrieben durch seine Rüstungssparte und das Luftabwehrsystem Iris-T. Der Konzernumsatz stieg um 10,8 Prozent auf 3,88 Milliarden Euro, wie Finanzvorstand Jürgen Reimer mitteilte. Besonders hervorzuheben ist das Rüstungssegment, das einen bemerkenswerten Anstieg von 41 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro verzeichnete.

Bereichsvorstand Helmut Rauch prognostiziert für das laufende Jahr erneut einen signifikanten Umsatzsprung im Rüstungsbereich von bis zu 40 Prozent. Langfristig setzt die Diehl-Gruppe darauf, bis 2026 die Umsatzschwelle von zwei Milliarden Euro in diesem Segment zu erreichen. Auch der Jahresüberschuss des Unternehmens erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr beträchtlich um 109 Prozent auf 174 Millionen Euro.

Das in verschiedenen Varianten produzierte Luftabwehrsystem Iris-T, das auch in der Ukraine zum Einsatz kommt, hebt sich durch eine Reichweite von bis zu 40 Kilometern als führendes System für kurze bis mittlere Distanzen hervor. Diehl plant, künftig bis zu zehn der sogenannten Fire Units pro Jahr auf den Markt zu bringen. Laut Helmut Rauch beziehen insgesamt 19 Länder, vornehmlich aus der NATO, Produkte aus der Iris-T-Familie für ihre Streitkräfte. Neben Luftabwehrsystemen profitiert Diehl Defence auch von der Munitionsproduktion.

Abseits des Rüstungssektors ist Diehl in verschiedenen Bereichen wie Luftfahrt und Messtechnik aktiv. So stattet der Konzern Flugzeuge mit innovativen Lösungen für Gepäckfächer und Toiletten aus. Die Diehl-Gruppe umfasst insgesamt fünf Teilkonzerne, von denen jedoch der Bereich Controls zuletzt schwächere Umsatzzahlen vorwies. Insbesondere der Markt für Wärmepumpen in Zentraleuropa erlebte eine deutliche Abkühlung, wie Reimer anmerkt.