Bundeskanzler Olaf Scholz blickt optimistisch auf die zukünftige Zusammenarbeit Europas mit den USA in der Ukraine-Frage, nachdem er zum zweiten Mal ein Gespräch mit dem designierten US-Präsidenten Donald Trump geführt hat. Eine koordinierte Ukraine-Politik sei möglich, so der Kanzler, der die Hoffnung äußerte, dass ein fairer Frieden erreicht werden könne, bei dem die Ukraine ihre Souveränität verteidigen kann. Scholz legte Wert auf eine transatlantische Sicherheitsstruktur, lehnte jedoch Ideen über eine Bodenpräsenz strikt ab.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hingegen drängte die EU-Mitglieder, eine neue französische Initiative für internationale Truppeneinsätze zu unterstützen. Selenskyj hob hervor, dass eine solche Präsenz zur Sicherstellung von Sicherheitsgarantien notwendig sei. Die Details dieser Initiative blieben jedoch ungenannt, könnten jedoch den Aufbau von Friedenstruppen oder Ausbildungsprogrammen betreffen.
Im Vorfeld der Trump-Administration stellen sich Fragen, wie sie die Ukraine-Russland-Dynamik beeinflussen könnte. Bei einem möglichen Druck Trump’s, Verhandlungen zu erzwingen, könnten diese Entwicklungen neue Herausforderungen birgen. Selenskyj unterstrich, dass weitere Gespräche mit Trump im Weißen Haus unumgänglich seien, um die zukünftige Unterstützung zu klären.
In der Zwischenzeit erneuerte der ungarische Premierminister Viktor Orban seine Idee eines Waffenstillstands über die orthodoxen Weihnachtsfeiertage. Selenskyj lehnte diesen Vorschlag jedoch unter Verweis auf bestehende diplomatische Erfolge ab. Orban selbst zeigte sich zögerlich gegenüber der Verlängerung der Russland-Sanktionen und betonte, dass er darüber erst nach Trumps Amtsbeginn entscheiden wolle.
Parallel dazu eskaliert die Situation im Osten der Ukraine weiter. Russische Truppen haben Gebiete im Donbass erobert, während auch der Einsatz von nordkoreanischen Soldaten beobachtet wurde. Die anhaltenden Gefechte verdeutlichen die Dringlichkeit einer internationalen Lösung.