21. Juni, 2024

Politik

Die Linke: Neue Perspektiven nach ernüchternder Europawahl

Die Linke: Neue Perspektiven nach ernüchternder Europawahl

Die Linke zieht aus dem Absturz bei der jüngsten Europawahl Schlüsse und plant, in den kommenden Monaten Konsequenzen zu beraten. "Das ist kein gutes Ergebnis und daher natürlich auch ein bitterer Abend für uns", kommentierte Parteichef Martin Schirdewan die Situation am Sonntagabend in Berlin. Es sei der Partei nicht gelungen, ihre zentralen Themen zu vermitteln, obwohl diese nah an den alltäglichen Sorgen der Bürger andockten – von Löhnen, Mietpreisen und Preisentwicklung über Umverteilung bis hin zu sozialem Klimaschutz und Friedenspolitik. Die Linke erreichte laut Hochrechnungen bei der Europawahl knapp unter drei Prozent der Stimmen, was nur etwa die Hälfte der Ergebnisse von 2019 bedeutet. Schirdewan, der selbst als Spitzenkandidat seiner Partei und als Europaabgeordneter aktiv ist, verdeutlichte: "Wir werden sehr, sehr gründlich uns die Fragen stellen, die wir als Partei zu beantworten haben." Dies betreffe sowohl die Organisationsstruktur als auch die programmatische Ausrichtung der Linken. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren, und bis zum Parteitag im Oktober sollen Antworten auf die dringlichen Fragen erarbeitet werden. Die Linke will gestärkt aus dieser Krise hervorgehen und sich inhaltlich sowie organisatorisch neu aufstellen, um zukünftig besser gegen rechte Tendenzen und die Beharrungskräfte anderer Parteien bestehen zu können.