25. Februar, 2024

Wirtschaft

Dialogverweigerung seitens Fanvertreter: Watzke betont weiterhin Offenheit für Gespräche

Dialogverweigerung seitens Fanvertreter: Watzke betont weiterhin Offenheit für Gespräche

In der von Investitionskontroversen begleiteten Fußballwelt zeigt sich Hans-Joachim Watzke, der Aufsichtsratschef von Borussia Dortmund, entgegen den verschlossenen Türen der Fanvertretungen weiter dialogbereit. Nachdem Fanrepräsentanten ein Gespräch mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) ausgeschlagen haben, äußerte Watzke in einer Pressemitteilung sein Bedauern und unterstrich seine unveränderte Bereitschaft zu offenen Gesprächen. 'Dialogbereitschaft ist das Fundament demokratischen Zusammenlebens, und es ist schade, dass diese nicht von allen Seiten getragen wird,' so Watzke. Die Kritik von Seiten der Fangruppierungen, ihre Gegenstimme zu dem weitläufig diskutierten milliardenschweren Investoren-Deal des deutschen Profifußballs sei nicht beachtet worden, weist Watzke entschieden zurück. Laut dem Geschäftsführer von Borussia Dortmund wurden die Einwände der Fans sowie der Vereinsvertreter in der Vergangenheit keineswegs ignoriert. Er betont die wesentlichen Änderungen im Abstimmungsinhalt verglichen mit früheren Beschlusslagen und verweist auf die umfassende Informierung der Klubs. Die kollektive Aussage von Fanorganisationen wie 'Unsere Kurve', 'QFF - Queer Football Fans', 'F_in - Netzwerk Frauen im Fußball', 'FC Playfair' und 'BAFF - Bündnis aktiver Fußballfans' betont die wachsende Entschlossenheit in den aktiven Fangemeinden, bei fortwährender Ignoranz ihrer Proteste eine Neuabstimmung zu erzwingen. Die Anspannungen verschärften sich im Rahmen der Abstimmung der 36 Erst- und Zweitligisten im Dezember letzten Jahres, bei der eine knappe Zwei-Drittel-Mehrheit für eine signifikante externe Investition in die TV-Erlöse erzielt wurde. Die genauen Umstände der Abstimmung, insbesondere das Verhalten von Martin Kind im Namen von Hannover 96, werden noch diskutiert. Obwohl die Fanszene seit Monaten Wiederstand gegen die Pläne der DFL leistet und ihre Proteste zunehmend intensiviert, bleibt Watzke versöhnlich gestimmt und erneuert das Gesprächsangebot im Namen der DFL. Ein Dialog soll somit weiterhin die Plattform für eine konstruktive Auseinandersetzung zwischen Fußballvereinen, Investoren und Fans schaffen.