29. Februar, 2024

Märkte

DHL-Aktie unter Druck: Bund reduziert Beteiligung via KfW-Platzierung

DHL-Aktie unter Druck: Bund reduziert Beteiligung via KfW-Platzierung

Nach einer erheblichen Aktienplatzierung durch den Bundesgroßaktionär sah sich die DHL Group am Mittwoch mit einem Kursrückgang konfrontiert. Die Aktien des Logistikriesen verzeichneten einen Preisrückgang von nahezu vier Prozent und schlossen damit auf einem Wert von 42,66 Euro, dem niedrigsten Stand seit letztem November, was sie zum Tagesverlierer im DAX machte. Die staatliche KfW-Bankengruppe hat am Vortag eine Transaktion von 50 Millionen Anteilsscheinen der Deutschen Post durchgeführt, wobei ein Verkaufspreis von 43,45 Euro pro Aktie erzielt wurde. Dieser Eingriff in den Aktienmarkt hat zur Folge, dass der bundesstaatliche Anteil von ehemals 20,5 Prozent auf etwa 16,5 Prozent zurückgegangen ist. Marktbeobachter sehen in dieser Handlung zwar einen Vorteil für den Streubesitz und damit auch für die DAX-Gewichtung des Unternehmens. Allerdings weisen Händler darauf hin, dass ein größerer Verkauf der Anteile durch die Bundesregierung eine vorteilhaftere Situation geschaffen hätte. Mediengemäß herrscht die Meinung vor, dass trotz der jüngsten Veräußerung immer noch ein beträchtlicher Überhang an Aktien besteht. Zusätzlich erweckt die angespannte Haushaltslage des Bundes die Erwartung weiterer Veräußerungen in der Zukunft, was aktuell eine Belastung für den Aktienkurs darstellt.