23. Juni, 2024

Politik

Deutschlands Verfassungsjubiläum: Ein Plädoyer für die Verteidigung der Demokratie

Deutschlands Verfassungsjubiläum: Ein Plädoyer für die Verteidigung der Demokratie

Anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Grundgesetzes steht Deutschland in einer Phase der Reflexion und des Appells an die demokratischen Werte. Michael Kretschmer, ein prominenter Politsprecher, betonte, dass das Grundgesetz nicht mit Schutzbarrieren ausgerüstet sei, um die Prinzipien der Demokratie vor Missbrauch zu bewahren. Diese bedeutsame Aussage wurde beim Berliner Staatsakt von Frank-Walter Steinmeier aufgegriffen, der in seiner Rede an Carlo Schmid, einen der Architekten der deutschen Verfassung, erinnerte. Schmid, ein SPD-Politiker von historischer Signifikanz, hatte vehement zu einem „Mut zur Intoleranz“ gegenüber solchen Kräften aufgerufen, die die Demokratie nutzen, um sie zu untergraben.

Doch die Lehren aus der Vergangenheit sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland zeigen, dass bloßer absichtsvoller Widerstand nicht ausreicht, um die Integrität der Staatsform zu wahren. In der Ansprache wurden zahlreiche Krisen erwähnt, die die Bundesrepublik Deutschland durchlebt hat und weiterhin durchlebt. Sie legen nahe, dass das Wesen der deutschen Nachkriegsgeschichte geprägt ist von einer ununterbrochenen Reihe von Herausforderungen. In diesen turbulenten Zeiten sind es jedoch nicht diejenigen, die metaphorische Brandmauern errichten, sondern diejenigen, die Brücken bauen, die sich als wahre Hüter der Demokratie bewähren.

Erinnert wird in diesem Zusammenhang an die Robustheit der bundesdeutschen Demokratie, die trotz vielfacher Prüfungen ihren Grundwerten treu bleibt. Die Feierlichkeiten rund um das Grundgesetz werfen ein Licht auf den unablässigen Kampf um dessen Werte und die unabdingbare Rolle der Bürgerinnen und Bürger, die täglich für diese eintreten.