18. Juli, 2024

Politik

Deutschland liefert weiteres Flugabwehrsystem an die Ukraine

Deutschland liefert weiteres Flugabwehrsystem an die Ukraine

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich bei Deutschland für die Lieferung des dritten Flugabwehrsystems des Typs Patriot bedankt und nannte dies „starke Neuigkeiten“ für sein Land. Zudem dankte er auch den USA für ihre fortgesetzte Unterstützung zur Stärkung der ukrainischen Luftverteidigung. Trotz der positiven Entwicklung verzichtete Selenskyj darauf, konkrete Details zu nennen, betonte jedoch die Zuverlässigkeit der internationalen Partner bei der Erfüllung gemeinsamer Vereinbarungen. Bereits im April vergangenen Jahres erhielt die Ukraine das erste Flugabwehrsystem US-amerikanischer Produktion. Neben der Abwehr herkömmlicher Raketen haben diese Systeme auch Hyperschall- und ballistische Raketen abgefangen. Nach aktuellen Angaben verfügt Kiew über insgesamt vier solcher Systeme, wobei weitere Lieferungen, auch aus Rumänien, in Aussicht stehen. Der ukrainische Präsident hatte ursprünglich den Bedarf von mindestens sieben dieser Systeme unterstrichen, um Großstädte wie Charkiw, Dnipro, Saporischschja und Odessa wirksam zu schützen. Russlands Luftschläge gegen die Ukraine dauern im nunmehr über zwei Jahre andauernden Angriffskrieg unvermindert an. Diese Angriffe haben erhebliche Schäden an der ukrainischen Energieinfrastruktur sowie zahlreiche Opfer gefordert. Ebenso erlitten bei jüngsten Drohnenangriffen sowohl Russland als auch die Ukraine beträchtliche Schäden, unter anderem in den Regionen Sumy und Krasnodar. Selenskyj kündigte zudem in einer Videobotschaft umfangreiche Maßnahmen zur Bewältigung der Energiekrise in der Ukraine an. Ein spezielles Kreditprogramm mit zinsfreien Angeboten soll Bürger und Unternehmen unterstützen. Weitere Details zu den geplanten Schritten sollen in Kürze durch die zuständigen Beamten veröffentlicht werden. Gleichzeitig laufen Gespräche mit europäischen Partnern, um den Import von Elektrizität zu erhöhen und Reparaturen an beschädigten Anlagen voranzutreiben. In den USA löste der Besuch des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban in Moskau heftige Kritik aus. Die Biden-Administration bezeichnete die Reise als „kontraproduktiv“ und erinnerte daran, dass Russland den Krieg sofort beenden könnte, indem es seine Angriffe auf die Ukraine einstellt. Selenskyj empfing Orban kürzlich in Kiew und stellte in diesem Zusammenhang klar, dass Entscheidungen über die Ukraine nur gemeinsam mit der Ukraine getroffen werden dürfen. Im Vorfeld des kommenden Nato-Gipfels in Washington stimmte sich Selenskyj mit dem neuen britischen Premierminister Keir Starmer ab. Starmer sicherte der Ukraine die unerschütterliche Unterstützung Großbritanniens zu und wurde von Selenskyj für seinen Wahlsieg beglückwünscht.