11. Februar, 2026

Grün

Deutschland erreicht EU-Standards bei Luftqualität

Die jüngsten Berichte des Umweltbundesamtes (UBA) haben signifikante Aufmerksamkeit erregt: Die Luftqualität in Deutschland hat im vergangenen Jahr sämtliche unerlässlichen Anforderungen der Europäischen Union erfüllt. Dirk Messner, Präsident des UBA, äußerte sich optimistisch darüber, dass die positive Entwicklung der vergangenen Jahre auch im Jahr 2025 fortbestehen wird. Eine erste Auswertung der Messwerte, die von rund 600 Messstationen im gesamten Bundesgebiet erhoben wurden, bestätigte, dass die europäischen Luftqualitätsstandards eingehalten wurden.

Besonders bemerkenswert ist, dass dies sowohl für Feinstaub zum achten Mal in Folge als auch für Stickstoffdioxid zum zweiten Jahr in Folge zutrifft. Dennoch war die durchschnittliche Belastung der Luft mit diesen Schadstoffen im Jahr 2025 höher als zuvor. Faktoren wie Temperatur und Wetter spielen hierbei eine zentrale Rolle und beeinflussen merklich das Ausmaß der gemessenen Belastungen.

Trotz dieser erfreulichen Entwicklung betonte Messner, dass die Sicherstellung einer hohen Luftqualität kontinuierliche Bemühungen zur Verbesserung erfordert. Ab 2030 werden verschärfte Grenzwerte in Kraft treten, die die Mitgliedsstaaten einhalten müssen. Insbesondere wird der Grenzwert für Stickstoffdioxid von derzeit 40 Mikrogramm pro Kubikmeter auf die Hälfte reduziert, während der Grenzwert für Feinstaub noch drastischer abgesenkt werden muss, um den EU-Richtlinien zu genügen.

Aktuelle Untersuchungen deuten darauf hin, dass derzeit etwa 39 Prozent der Messstationen die verschärften Grenzwerte nicht erreichen. Nichtsdestotrotz zeigt sich das Umweltbundesamt zuversichtlich, dass durch gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität nur noch vereinzelte Überschreitungen auftreten werden. Eine vollumfängliche Einhaltung aller Grenzwerte in Deutschland wird für das Jahr 2035 als erreichbar angesehen.

Das langfristige Ziel besteht darin, die Luftschadstoffe bis zum Jahr 2050 auf ein Niveau zu reduzieren, das als unschädlich für Mensch und Umwelt gilt. Jede Maßnahme zur Verbesserung der Luftqualität reduziert das Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung erheblich, hob Messner hervor. Die endgültigen Daten zur Luftqualität des vergangenen Jahres in Deutschland werden Mitte 2026 erwartet, und es wird an den kontinuierlichen Bemühungen zur Einhaltung und Überwachung der geltenden Standards gearbeitet.